Geschichte zum Wettbewerb

Hiyoli Togawa (2. Preisträgerin IIW 2013)

Hiyoli Togawa (2. Preisträgerin 2013)

Der Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen wird in einem weltbekannten Zentrum des Orchesterinstrumentenbaus ausgetragen. Hier im "Musikwinkel" werden seit 350 Jahren Meisterinstrumente in anerkannt hoher Qualität gebaut; die Wurzeln des Wettbewerbes liegen in dieser langen, lebendigen Tradition.

Der Wettbewerb hat sich nach bescheidenen Anfängen eines Geigerwettstreites in den Jahren 1950 bis 1956 und seit 1966 zu einem Wettbewerb von internationaler Bedeutung entwickelt und wurde 1993 würdevoll in die Reihe angesehener Musikwettbewerbe der "WORLD FEDERATION OF INTERNATIONAL MUSIC COMPETITIONS", GENF
(Mitglied sind weltweit mehr als 100 Musikwettbewerbe), aufgenommen.

Der Markneukirchner Musikwettbewerb wird im jährlichen Wechsel zwischen Streich- und Blasinstrumenten (jeweils zwei Instrumente) ausgetragen und dient der Nachwuchsförderung junger Instrumentalisten. Er steht auf hohem künstlerischen Niveau und wird von der Fachwelt als bedeutsames Ereignis angesehen. Vordere Plätze bedeuten für die Teilnehmer fast immer den Sprung in die Internationalität und werden als Gütesiegel gewertet. Seinen guten Ruf und seine große Anziehungskraft beweist der Wettbewerb auch durch ständig steigende Teilnehmermeldungen.

Die große Resonanz beruht nicht zuletzt auf dem einmaligen Flair, geprägt von besonderem Profil und besonderem Reiz, der Wechselbeziehung zwischen Handwerk und künstlerischem Tun. Es werden immer wieder neue Kontakte geschaffen zwischen denen, die ihr Instrument meisterlich beherrschen und spielen können, und den Markneukirchner Musikinstrumentenbauern, die diese Instrumente mit künstlerischer Fertigkeit meisterhaft bauen.

Durch die Gewinnung so führender und weltbekannter Persönlichkeiten wie Professor Julius Berger, Augsburg (Streicher) und Professor Peter Damm, Dresden (Bläser) als Präsidenten des Wettbewerbs und zahlreicher renommierter Musikpädagogen und Künstler für die internationale Jury hat der Leistungsvergleich an internationaler Anerkennung gewonnen.

Der weltbekannte Dirigent und langjährige Gewandhauskapellmeister Prof. Kurt Masur † hatte 2005 das Ehrenamt des Schirmherrn des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen übernommen. Nach dessen Tod konnte mit dem Wettbewerb 2016 der renommierte Dirigent Christian Thielemann als Schirmherr gewonnen werden. Gemeinsam mit ihm wird 2017 Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien dieses Amt ausüben nachdem bereits der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich sowie die Sächsischen Staatsministerinnen für Wissenschaft und Kunst Prof. Sabine von Schorlemer und Dr. Eva-Maria Stange dieses Amt inne hatten.

Dominik Wagner (1. Preisträger 20115) mit der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach