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Ergebnis der 3. Auswahlprüfung

Finalisten in den Fächern Viola und Kontrabass stehen fest

(cs) Für die beiden Finalrunden des 52. Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen in den Fächern Viola und Kontrabass konnten sich insgesamt 7 junge Musikerinnen und Musiker qualifizieren. Nach Abschluss der dritten Auswahlprüfung standen sie als beste der verbliebenen 14 Kandidaten fest.

Sejune Kim (Südkorea), Diyang Mei (China) und Karolina Errera (Russland) werden nun am Freitag, den 12. Mai 2017 ab 19.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen in der Finalrunde im Fach Viola erneut vor die neunköpfige internationale Jury treten und um die Preise spielen. Sie werden ihr außergewöhnliches Können mit dem Violakonzert Béla Bartók erneut unter Beweis stellen.

Bereits am Tag davor werden um 19.00 Uhr am gleichen Ort die 4 Finalisten des Fachs Kontrabass auftreten. Sie präsentieren sich mit dem Konzert Nr. 2 h-Moll für Kontrabass und Orchester von Giovanni Bottesini.

Begleitet werden alle Finalisten von der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter der Leitung ihres Chefdirigenten David Marlow. Karten für beide Veranstaltungen können zum Preis von 3 Euro an der Abendkasse erworben werden.

Neben den erfahrenen Damen und Herren der internationalen Jury ist auch das Publikum an beiden Abenden aufgerufen, seinen Favoriten zu wählen. Der Publikumspreisträger wird dann im Rahmen des Preisträgerkonzertes am Samstag, den 13. Mai 2017, 19.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen bekanntgegeben und erhält einen Viola- oder Kontrabassbogen eines vogtändischen Bogenmachermeisters im Wert von 2.500 Euro, gestiftet von der Sparkasse Vogtland.

Die Finalisten im Fach Viola

Karolina Errera (Russland), geb. 1993

Karolina Errera begann von früher Kindheit an, Musik zu lernen. Ihr erstes Instrument war die Violine, erst danach die Viola. Von 1999 bis 2011 studierte sie an der Zentralen Musikschule des Moskauer Tschaikowsky Konservatoriums in der Klasse von Maria Sitkovskaya. Seit 2011 ist sie Studentin an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Prof. Willfried Strehle.

Die junge Bratschistin ist vielfache Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe. 2009 gewann sie einen 2. Preis beim Internationalen Wettbewerb für junge Musiker in Moskau. 2013 erspielte sie sich einen Sonderpreis beim Internationalen Yuri Bashmet Viola-Wettbewerb in Moskau, sowie einen 1. Preis beim Internationalen Jan Rakowski Viola-Wettbewerb in Polen.

Bereits als Schülerin konzertierte sie als Solo-Bratschistin mit verschiedenen Kammer- und Jugendsinfonieorchestern und gab Konzerte in Russland und Europa. Seit 2012 hat sie regelmäßig an verschiedenen Musikfestivals und Meisterklassen, wie dem Verbier Festival, dem „Chamber Music Connects the World“ Festival der Kronberg Academy, der Internationalen Sommerakademie Mozarteum und dem Prades Pablo Casals Festival teilgenommen. Karolina Errera hat mit renommierten Musikern wie Torleif Thedéen, Christian Tetzlaff, Gidon Kremer und Steven Isserlis zusammengearbeitet. Auf Empfehlung der Deutschen Stiftung Musikleben nahm sie 2014 an der Kammermusik-Akademie des Heidelberger Frühlings teil.

Von 2008 bis 2010 wurde sie mit einem Stipendium und Konzerten durch die Vladimir Spivakov-Wohltätigkeitsstiftung gefördert.

Seit 2014 wird sie von der Deutschen Stiftung Musikleben mit Konzertauftritten gefördert. So spielte sie im Frühjahr 2015 beim Preisträgerkonzert des 23. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg und beim Konzert am Vorabend zur Kuratoriumssitzung der Deutschen Stiftung Musikleben in den Deichtorhallen Hamburg. Im Mai 2015 umrahmte sie auf Vorschlag der Stiftung musikalisch das Staatsbankett zu Ehren des Präsidenten des Staates Israel im Schloss Bellevue in Berlin.

Als Preisträgerin des 22. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds stellt ihr die Deutsche Stiftung Musikleben seit Februar 2014 leihweise eine Viola von Haiko Seifert, Plauen 2010, aus dem Besitz der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung.

Seit Dezember 2015 ist Karolina in der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker.

 

Sejune Kim (Südkorea), geb. 1988

Sejune Kim begann mit sechs Jahren Geige zu spielen. Später wechselte er zur Bratsche. Sejune Kim erhielt zahlreiche Preise, wie den Ersten Preis beim 9. Jan Rakowski Viola-Wettbewerb in Polen, einen Zweiten Preis des Hindemith Wettbewerbs der Viola-Stiftung Walter Witte (bei gleichzeitiger Nichtvergabe des Ersten Preises) in Frankfurt am Main und den dritten Preis beim Max Rostal Wettbewerb 2015 in Berlin. Im gleichen Jahr gewann er den 23. Wettbewerb des Instrumentenfonds der Deutsche Stiftung Musikleben im Fach Viola. Er spielt auf einer Bratsche von Stephan von Baehr 2009, Paris. 

Mit seinem Abel Quartett gewann Sejune Kim den 2. Preis beim August-Everding-Wettbewerb im Fach Streichquartett 2014 in München und den 1 .Preis beim Joseph Haydn Wettbewerb 2015 in Wien, Österreich. Im selben Jahr gewann er den 2. Preis beim Kammermusikwettbewerb Lyon sowie den 3. Preis beim Genfer Wettbewerb im Fach Streichquartett.

Sejune Kim spielte als Solist u. a. mit dem Konzerthausorchester Berlin, dem Milton Keynes Orchester, dem Philharmonischen Orchester Baden Baden, dem Jugend Orchester Baden Baden, dem Seoul Symphony Orchester und dem GMMFS Orchester sowie zusammen mit bekannten Musikern wie Natalia Gutman, Kolja Blacher, Mischa Maisky, Hannah Chang und den Sejong Soloists.

Er ergänzte seine Ausbildung durch die Meisterkurse bei Nobuko Imai, Hartmut Rohde, Friedemann Weigle, Gath Knox, Vincent Royer, Lawrence Dutton, Tobi Apple, Rainer Schmidt, Eberhard Feltz, Heime Müller und beim Cuarteto Casals.

Nach dem Bachelorstudium studierte Sejune Kim im Masterstudiengang an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Prof. Tabea Zimmermann. Anschließend studierte er parallel Solo-Master an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Hartmut Rohde und gemeinsam mit seinem Streichquartett an der HfMT München bei Prof. Christoph Poppen und Prof. Hariolf Schlichtig. Zurzeit setzt er sein Studium an der HfMTM Hannover bei Prof. Volker Jacobsen fort.

 

Diyang Mei (China), geb. 1994

Diyang Mei begann seine Violinausbildung mit fünf Jahren. Ab 2005 besuchte er die an das Central Conservatory of Music angegliederte Schule mit dem Hauptfach Viola in der Klasse von Prof. Shaowu Wang. Bereits in dieser Zeit erhielt er mehrere Stipendien und gewann zahlreiche internationale Preise.

Er spielte mit zahlreichen Sinfonieorchestern und besuchte Meisterkurse u.a. bei Hariolf Schlichtig, Matthias Buchholz, Pinchas Zukerman, Nobuko Imai, Roberto Diaz, Günter Pichler und Valentin Erben. Im Oktober 2012 wurde Diyang Mei als Vertreter der chinesischen Musikervereinigung gewählt. Im Dezember desselben Jahres gewann er den Preis des Central Conservatory of Music. Seit 2014 studiert Diyang Mei bei Prof. Hariolf Schlichtig an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2016 ist er Stipendiat bei der Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now München e.V.

Zu Seinen wichtigsten Auszeichnungen zählen u.a. der Erste Preis beim Nationalen Violawettbewerb in Peking/China 2007, der Erste Preis und ein Sonderpreis beim 10. Internationalen Viola- und Violoncellowettbewerb in Villa de Llanes, Spanien 2008, der Erste Preis beim Wettbewerb für Streichquartett der 8. Tagung der chinesischen Musik "Jinzhong" 2011, der Erste Preis und weitere Auszeichnungen beim IVC Young Artist Competition in Rochester 2012, der Erste Preis beim Polnischen Internationalen Musikfestival in Pila 2012, der Erste Preis beim 19. Internationalen Brahms Musikwettbewerb für Viola in Österreich 2012, der Erste Preis beim Gasteig-Musikwettbewerb in München 2015 sowie der Erste Preis und der Preis der Freunde Junger Musiker beim Internationalen Max Rostal Musikwettbewerb für Viola in Berlin 2015.

 

Die Finalisten im Fach Kontrabass

Andreas Ehelebe (Deutschland), geb. 1994

Andreas Ehelebe erhielt ab 1999 Klavierunterricht an der Kreismusikschule Wernigerode bei Frau Brünnhild Brewitz, anschließend ab dem Jahre 2005 Kontrabassunterricht bei Andreas Nettels.

In der Folgezeit sammelte er erste Orchestererfahrung im Jugendkammerorchester Wernigerode, im Sinfonischen Musikschulorchester Sachsen-Anhalt und im Landesjugendblasorchester Niedersachsen. Er war mehrfach Preisträger beim Bundeswettbewerb “Jugend Musiziert” in den Kategorien Kontrabass solo und Duo Streichinstrument/Klavier.

In den Jahren 2010-2013 war er Mitglied im Bundesjugendorchester, seit 2011 als Solokontrabassist. Konzertreisen führten ihn durch Europa, Südamerika und Asien unter Dirigenten wie Markus Stenz, Mario Venzago und Sir Simon Rattle. Seit 2010 erhielt Andreas Ehelebe Unterricht bei Prof. Frithjof-Martin Grabner an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Im April 2013 absolvierte er sein Abitur am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wernigerode. Im September 2013 nahm er am Deutschen Kammermusikkurs und Zusammenspiel u. A. mit Prof. Martin Spangenberg, Prof. Elisabeth Weber und Mitgliedern des Fauré-Quartetts teil. Seit Oktober 2013 studiert er an der Hochschule für Musik Nürnberg bei Prof. Dorin Marc. Im Mai 2014 wurde er Mitglied in der Jungen Deutschen Philharmonie und sammelt weitere Orchestererfahrung in der Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals, beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und dem SWR Sinfonieorchester Freiburg Baden-Baden.

2015 wurde Andreas Ehelebe Stipendiat des Deutschen Musikwettbewerbs und erreichte die Aufnahme in die Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler. Im gleichen Jahr gewann er den ersten Preis und Publikumspreis beim Internationalen Bodensee Musikwettbewerb.

 

Maria Krykov (Finnland), geb. 1992

Die finnische Bassistin Maria Krykov begann ihre Ausbildung bei Lasse Lagercrantz an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Nach einigen Jahren an der Folkwang Universität der Künste schloss sie ihr Bachelor-Studium an der HfM "Hanns Eisler" bei Prof. Matthew McDonald ab, wo sie derzeit ihr Master-Studium absolviert.

Als langjähriges Mitglied, sowie als Solo-Bassistin des EUYO sammelte sie früh Erfahrungen im Orchesterspiel. Von 2012-2013 war Maria Krykov Praktikantin im Gürzenich-Orchester Köln und begann 2016 mit der Ferenc-Frischey-Orchesterakademie. Des Weiteren spielte sie im Royal Concertgebouw Orchester in Amsterdam und als Solo-Kontrabassistin im Mahler Chamber Orchestra.

Als Kammermusikerin war sie zu Gast beim Kuhmo Chamber Music Festival seit 2012, sowie bei Festivals in Helsinki und Sysmä.

Maria Krykov stand in Semifinale des ARD Wettbewerbes 2016, gewann einen 2. Preis beim Internationalen Sperger Wettbewerb 2016 und wurde erste Preisträgerin des 1. Internationalen Kontrabass Wettbewerbs Ankara 2015.

 

Eduardo Rodríguez Romanos (Spanien), geb. 1988

Nach frühem Klavierunterricht bei seinem Vater, begann Eduardo Rodríguez Romanos sein Kontrabassstudium bei Angel Santafé und Lucian Ciorata am Conservatorio Superior de Música „Rafael Orozco“ in Córdoba. 2010 zog er nach Berlin um, wo er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Prof. Esko Laine fortsetzte. Rodriguez wurde mit zahlreichen Stipendien u.a. der Alexander von Humboldt-DAAD Stiftung (2011), der JONDE-BBVA Stiftung (2010) sowie der Ibercaja Sparkassen Stiftung (2009) ausgezeichnet.

2010 bis 2012 war Eduardo Rodriguez Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters. Im Anschluss wurde er in die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker aufgenommen. Damit verbunden waren Auftritte in den renommiertesten Konzertsälen der Welt mit Dirigenten und Solisten wie u.a. Claudio Abbado, Sir Simon Rattle, Andris Nelsons, Sir Colin Davies, Christian Thielemann, Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Herbert Blomstedt, Frank Peter Zimmermann, Maurizio Pollini, Krystian Zimerman und Hilary Hahn zusammen.

Eduardo Rodriguez hat u. a. mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchester Amsterdam, dem Mahler Chamber Orchestra, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem Rundfunk-

Sinfonieorchester Berlin, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Berliner Kammerorchester, dem European Philharmonic of Switzerland, dem Real Orquesta Sinfónica de Sevilla, dem Orquesta Nacional de España und dem Joven Orquesta Nacional de España gespielt.

Als Kammermusiker tritt er regelmäßig bei verschiedenen Festivals auf wie dem Festival MPHIL 360° mit Valery Gergiev, bei den Kasseler Musiktage, dem Festival Septembre Musical Montreux-Vevey, dem International Chamber Music Festival “Joaquin Turina” Sevilla sowie bei einer Tournee durch Russland mit der Russisch-Deutschen Musikakademie. Er musizierte dabei u.a. mit Tomoko Takahashi, Simon Bernardini, Silvia Simonescu, Torleif Thedéen, Diana Tishchenko, Bruno Delepelaire, Sophie Dartigalongue, Jakob Stepp, Nikolaus Rexroth, Mika Hakhnazaryan, Alexandra Conunova-Dumortier, Andreas Feldmann und dem ETHOS Quintett

Als Solist hat Rodriguez mit dem Córdoba Sinfonieorchester und dem Orquesta Sinfónica de Castilla y León gearbeitet und hat Solo-Rezitals in Berlin, Sevilla, Córdoba, Granada, Valladolid und Santiago de Compostela gespielt.

2014-2015 war Eduardo Rodriguez Vorspieler der Kontrabässe des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und ist seit 2016 Stellvertretender Solo-Kontrabassist der Essener Philharmoniker.

Wertvolle künstlerische Impulse erhielt Rodriguez von Margaret Urquhart, Dorin Marc, Slawomir Grenda, Matthew McDonald, Janne Saksala, Giuseppe Ettore und Nahbir Sehata. Eduardo Rodriguez spielt einen Couesnon “de Mirecourt” von ca. 1930.


Indivara Stivín (Tschechische Republik), geb. 2001

Indi Stivín wurde 2001 in Prag in eine musikalische Familie geboren. Er begann sehr früh Klavier und Geige zu spielen. Im Alter von 9 Jahren entdeckte er seine Liebe zum Kontrabass wegen dessen tiefen und beruhigenden Klanges und begann neben dem Spiel auf diesem Instrument auch eigene Kontrabass-Kompositionen zu schreiben.
Indi Stivín studiert bei Dalibor Tkadlčík, dem Solobassisten der Staatsoper Prag und nimmt Privatunterricht mit Jan Krigovsky in Senec, Slowakei.
Er gewann bereits zahlreiche nationale und internationale Preise. Dazu gehören erste Preise bei internationalen Kontrabasswettbewerben in Blatna, Tschechische Republik (2012, 2014, 2016), in Wroclaw, Polen (2013), in Banska Bystrica, Slowakei („Carl Ditters von Dittersdorf", 2013, 2014, 2015, 2016), in Ostrava, Tschechische Republik („PRO BOHEMIA", 2015) und in Holice, Tschechische Republik („František Černý und Jan Geissel", 2016). Außerdem erhielt er einen Sonderpreis für außergewöhnliche Musiker unter 17 Jahren beim "Victor Dijon de Monteton Award" Zürich, Schweiz.

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