Ein Nachruf zu Josef SCHWAB - „Esse quam videri“ (Cicero)

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Josef Schwab ist nicht mehr unter uns. Der Internationale Instrumentalwettbewerb verliert einen seiner Gründungsväter. 

Prof. Josef Schwab hat im Jahr 1973 das Wettbewerbsfach Violoncello eingeführt. Seither war er ununterbrochen bis zum Jahr 2023 Vorsitzender, zuletzt Mitglied der Internationalen Jury. Es war mir stets eine Ehre und große Bereicherung, mit Josef Schwab das Programm für den Wettbewerb sowie die Zusammensetzung der Internationalen Jury zu besprechen. Ich war immer wieder über die großen Fachkenntnisse von Prof. Josef Schwab erstaunt, aber auch über seine Offenheit meinen Anregungen gegenüber. Am meisten hat mich jedoch seine Bescheidenheit beeindruckt. Ich kenne kaum jemanden, auf den das Wort von Cicero besser passen könnte, als auf ihn: „Esse quam videri“ - „Mehr sein als scheinen“.

Unvergessen ist mir sein letzter Wettbewerb im Jahr 2023, 50 Jahre nach Einführung des Faches durch ihn. Prof. Valentin Erben war der Vorsitzende der Jury. Die beiden Herren, Valentin Erben und Josef Schwab saßen Stunden am Tisch im Restaurant und tauschten sich über Fragen der Interpretation aus. Josef Schwab bemerkte mit einem schelmischen Augenzwinkern zu mir: „Ich will noch etwas lernen.“

Ich denke, wir alle sollten von Josef Schwab lernen! Seine Meisterschaft als Cellist und Pädagoge, seine tiefe Menschlichkeit, seine Bescheidenheit und Vornehmheit sind ein bleibender Maßstab für uns alle!

Das Leben von Josef Schwab hat ein erfülltes Ende gefunden. Jetzt leuchtet am Himmel sein ‚Stern als bleibender Wegweiser für unser Leben!

Ich verneige mich in großer Dankbarkeit vor Josef Schwab! Leb wohl, lieber Joschka!

Prof. Julius Berger, Präsident des IIW