Präsident
Prof. Christian Lampert
Deutschland
Prof. Christian Lampert erhielt seine musikalische Ausbildung im Fach Horn bei Francesco Raselli (Basel), Mahir Cakar (Stuttgart) und Prof. Erich Penzel (Köln). Bereits in jungen Jahren wurde er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe; darunter der Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen und der Deutsche Musikwettbewerb in Bonn.
Erste Orchestererfahrung sammelte Christian Lampert im Bundesjugendorchester, in der Jungen deutschen Philharmonie und im European Community Youth Orchestra.
Später war er Solohornist im Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester, im Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt und im Orchester der Bayreuther Festspiele.
Neben seinen solistischen Tätigkeiten widmet sich Christian Lampert besonders der Kammermusik. Er wirkt regelmäßig in verschiedenen namenhaften Ensembles mit, darunter German Hornsound, HR-Brass, German Brass, Linos-Ensemble, Consortium Classicum, Antares Ensemble und AVALON-Bläserquintett.
Nachdem er über viele Jahre erfolgreich die Hornklassen der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart und der Hochschule für Musik Basel geleitet hat, wechselte Christian Lampert im Jahre 2022 von Stuttgart nach Bern und unterrichtet nun ausschließlich in der Schweiz an der Hochschule der Künste Bern und der Hochschule für Musik Basel.
Seit 2018 ist Christian Lampert außerdem Präsident für Blasinstrumente des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen.
Jury Fach Horn 2026

Prof. Johannes Hinterholzer - Fachjuryvorsitz
Österreich
Johannes Hinterholzer studierte bei Prof. Josef Mayr und Prof. Radovan Vlatković an der Universität „Mozarteum“ in Salzburg und besuchte Meisterkurse bei Peter Damm, Wolfgang Wilhelmi und Anthony Halstead. Schon als Student gewann er zahlreiche Preise bei nationalen Musikwettbewerben und 1998 den Ersten Preis beim Wettbewerb „Gradus ad Parnassum“ Österreich, was zu zahlreichen Einladungen als Solist und Kmmermusiker führte. Von 1997 bis 2009 war er Solohornist des Mozarteumorchesters Salzburg und seit 2012 ist er Solohornist der Camerata Salzburg.
Johannes Hinterholzer trat als Solist mit zahlreichen bedeutenden Sinfonie- und Kammerorchestern, darunter die Camerata Salzburg, das Mozarteumorchester Salzburg, das Brucknerorchester Linz, die Badische Staatskapelle Karlsruhe, das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, das Münchner und das Wiener Kammerorchester, u.v.a. mit Werken von Vivaldi, Telemann, Haydn, Mozart, Schumann, Saint-Saens, Strauss und Britten auf. 2007 debütierte er mit Mozarts Hornkonzert KV 495 bei den Salzburger Festspielen, wo er 2013 auch Brittens Serenade für Tenor, Horn und Streicher zusammen mit Ian Bostridge und der Camerata Salzburg interpretierte.
Seit 2000 spielt er als Gast Konzerte an der Solohornposition in Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Bayrischen Staatsorchester, dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Radio-Symphonieorchester des SWR Stuttgart und vielen anderen.
Eines der Spezialgebiete von Johannes Hinterholzer ist das spielen auf historischen Horninstrumenten: Barockhorn und Naturhorn. Neben zahlreichen Recitalprogrammen wirkt er regelmäßig im Concentus musicus Wien, bei Il Giardino Armonico unter Giovanni Antonini und in vielen anderen internationalen Ensembles mit.
Neben seiner Orchestertätigkeit ist Johannes Hinterholzer ein gefragter Kammermusikpartner und spielte mit Daniel Gaede, Lukas Hagen, Veronika Hagen, Erich Höbarth, Dag Jensen, dem Kuss Quartett, Francois Leleux, Andrea Lieberknecht, Benjamin Schmid, u.v.a.
2006 erschien beim Label Oehms Classics eine Gesamtaufnahme der Hornkonzerte Mozarts mit Johannes Hinterholzer und dem Mozarteum Orchester Salzburg unter Ivor Bolton, die in der internationalen Fachpresse großen Anklang fand. Seine Aufnahme des Hornkonzerts von Joseph Haydn zusammen mit „Il Pomo d’oro“ unter Riccardo Minasi gewann einen Echo Klassik Preis.
Von 2000 bis 2010 leitete er eine Hornklasse an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und seit Herbst 2008 ist er Professor für Horn an der Hochschule für Musik und Theater München.
Herr Alec Frank-Gemmil
Großbritannien
Alec Frank-Gemmill ist als Orchestermusiker, Kammermusiker und Solist vielfach aufgetreten, zuletzt zusammen mit Pekka Kuusisto und Allan Clayton mit dem Norwegischen Kammerorchester. Sein viertes Album für BIS Records mit Mozarts Hornkonzerten mit dem Schwedischen Kammerorchester erschien im November 2024 und wurde vom Gramophone Magazine zu einer der CDs des Jahres gekürt.
Von 2023 bis 2025 studierte Alec Dirigieren am Royal Northern College of Music in Manchester. Sein professionelles Debüt als Dirigent gab er 2022 mit dem Norrbotten Kammerorchester in Schweden und hat seitdem Projekte unter anderem mit der Manchester Camerata, dem BBC Philharmonic und dem Iceland Symphony Orchestra dirigiert.
Fast zehn Jahre lang war er Solohornist des Scottish Chamber Orchestra. Mit diesem Orchester trat er häufig als Solist mit einem breiten Repertoire auf, darunter Mozart auf dem Naturhorn und das Hamburger Konzert von György Ligeti. 2019 wechselte er als erster Hornist zum Göteborger Symphonieorchester. Dort trat er als Solist in Oliver Knussens Hornkonzert auf und wird in der nächsten Saison ein neues Konzert von Helen Grime uraufführen.
Alec ist Gründer und Leiter des Odin Ensembles, einer in Göteborg ansässigen Gruppe, die auf Instrumenten aus dem frühen 20. Jahrhundert spielt. Ende letzten Jahres tourten sie durch Deutschland und wurden sofort wieder eingeladen. In Anerkennung seiner „sich ständig weiterentwickelnden und vertiefenden Kunstfertigkeit” erhielt Alec das Sten A. Olsson-Stipendium für Kultur 2023 von der schwedischen Stena-Stiftung.
Prof. Marie-Luise Neunecker
Deutschland
"Die wahrhaft königliche Marie-Luise Neunecker spielt Horn mit einer melodischen Grazie und mühelosen, beweglichen Bögen, von denen andere Hornisten nur träumen können" schrieb die Berliner Morgenpost.
Die für ihre außergewöhnliche Virtuosität hochgelobte Hornistin blickt auf eine weltweit erfolgreiche Karriere. Als Solistin und Kammermusikerin ist sie äußerst gefragt und gilt als eine der profiliertesten Instrumentalistinnen der Gegenwart.
Während ihrer Tätigkeit als Solohornistin der Bamberger Symphoniker und des RSO Frankfurt von 1979 bis 1989 machte sie als Preisträgerin mehrerer renommierter internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam, so etwa beim Deutschen Musik Wettbewerb in Bonn (1982), beim Internationalen ARD Wettbewerb in München (1983) und beim Concert Artists Guild Wettbewerb in New York(1986). Heute tritt sie weltweit in den bedeutendsten Konzertsälen auf. 2013 wurde sie mit dem renommierten Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet.
Neben ihren Erfolgen als Solistin, die sie mit Orchestern wie z. B. den Radioorchestern des NDR, SWR, MDR, hr, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Philharmonikern sowie mit den Bamberger Symphonikern zusammenführen, gilt ihre Aufmerksamkeit ebenso der Kammermusik. Zu ihren Kammermusikpartnern gehören Frank Peter Zimmermann, Christian Tetzlaff, Lars Vogt, Antje Weithaas, András Schiff, Pierre-Laurent Aimard und Martha Argerich, sowie das Zehetmair Quartett.
Außerdem gastierte Sie als Kammermusikerin oder/und Solistin bei den großen und bedeutenden Festivals: den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Aldeburgh Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Marlboro Music Festival, dem Risör Festival oder den Wiener Festwochen.
György Ligeti schrieb für Marie-Luise Neunecker sein Hornkonzert "Hamburgisches Konzert", das sie im Januar 2001 zur Uraufführung brachte. Seitdem hat sie das ihr zugeeignete Konzert in mehreren Ländern aufgeführt. Für die Ligeti Edition bei Warner Classics spielte sie das Werk mit dem Asko Ensemble und Reinberg de Leeuw ein.
Mit zahlreichen Schallplattenaufnahmen, die mit Preisen wie dem ECHO Klassik und einer Grammy-Nominierung ausgezeichnet wurden, hat die Hornistin nicht nur ihren außergewöhnlichen Rang und ihre Vielfältigkeit dokumentiert, sondern auch erheblich zur größeren Bekanntheit der Hornliteratur verschiedenster Epochen beigetragen. Die Strauss Hornkonzerte spielte sie mit den Bamberger Symphonikern unter Ingo Metzmacher, die Britten Hornserenade mit dem Tenor Ian Bostridge ein. Außerdem veröffentlichte sie eine Einspielung des Hindemith Konzerts sowie eine CD mit Hornkonzerten russischer Komponisten wie Reinhold Glière, Alexander Glazunov und Vissarion Shebalin. Als Kammermusikerin legte sie unter anderem eine Aufnahme der Brahms Horn Trios mit Frank Peter Zimmermann und Wolfgang Sawallisch vor, eine CD mit Werken von Othmar Schoeck, Charles und Ethel Smyth und zuletzt, mit Lars Vogt am Klavier, eine Aufnahme mit Werken von Hindemith, Kirchner, Brahms, Beethoven und Schumann.
Marie-Luise Neunecker war bis 2020 Professorin für Horn an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Für Meisterkurse reist sie durch die ganze Welt.
Prof. Frøydis Ree Wekre
Norwegen
Die Hornsolistin und Lehrerin Frøydis Ree Wekre aus Oslo, Norwegen, studierte zunächst Klavier und Violine, bevor sie sich im Alter von 17 Jahren dem Horn zuwandte. Außerhalb von Oslo absolvierte sie ihr Studium in Schweden, Russland und den USA.
Nach einem Jahr an der Norwegischen Oper wurde sie Mitglied des Philharmonischen Orchesters Oslo und spielte dort bis 1991 als Solohornistin. Sie hat unter Dirigenten wie Herbert Blomstedt, Bernhard Haitink, Mariss Jansons, Kirill Kondrashin, Zubin Mehta, Pierre Monteux, Esa Pekka Salonen und vielen anderen gespielt. Neben ihrer Orchestertätigkeit war sie als Solistin und Kammermusikerin vor allem in Europa und Nordamerika aktiv.
Als Lehrerin war sie bis 2011 Professorin für Horn und Kammermusik an der Norwegischen Musikakademie. Heute ist sie weltweit unterwegs, hält Vorträge und gibt Meisterkurse.
Ihr Buch, "Gut Horn spielen – Gedanken und Anregungen ", wurde in viele Sprachen übersetzt. Ihr letztes Buch, "Collected Writings", wurde 2020 veröffentlicht. Mehr als 40 Kompositionen sind für sie geschrieben worden. Einige davon wurden für die Labels von SIMAX, CRYSTAL und 2L.no aufgenommen.
Frøydis Ree Wekre ist Ehrenmitglied der International Horn Society, wo sie auch eine Zeit lang Präsidentin war. Seit vielen Jahren ist sie mit dem Sarasota Music Festival, USA, Banff Festival of the Arts und Domaine Forget, Kanada, verbunden.
Frau Maria Rubio Navarro
Spanien
Maria Rubio Navarro begann ihr Musikstudium an der „Sociedad Musical de Alboraya” in ihrer Heimatstadt bei Gabriel Diago, wechselte dann an das Conservatorio Superior de Música „Joaquín Rodrigo” in Valencia, wo sie ihr Studium bei J. Rosell abschloss, und zog anschließend nach Deutschland an die Staatliche Hochschule für Musik Freiburg i.B., um bei Bruno Schneider zu studieren, wo sie ihren postgradualen Abschluss machte. Zurück in Spanien vertiefte sie ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Naturhorn und Modernem bei Javier Bonet.
Sie erhielt Stipendien der Alexander-von-Humboldt-Stiftung und der Regierung von Valencia. Bei Wettbewerben für Waldhorn wurde sie beim Concorso Internazionale „Città di Porcia” und beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Hochschulwettbewerb in Berlin ausgezeichnet.
Maria spielt häufig als Solistin mit Orchestern und Kammerensembles und wird regelmäßig zu internationalen Festivals wie der International Horn Society, der British Horn Society oder dem Nordic Horn Festival eingeladen. Sie unterrichtet mit großer Leidenschaft und wurde als Professorin zu Meisterkursen an der Guildhall School of Music and Drama, dem Berklee College of Music und den bedeutendsten spanischen Jugendorchestern und Konservatorien eingeladen.
Als Solistin spielt sie regelmäßig mit zahlreichen europäischen Orchestern, wie den Berliner Philharmonikern oder dem Orchestre de Paris zusammen.
Aufgrund ihres Engagements für zeitgenössische Musik haben Komponisten wie Voro Garcia, Elena Mendoza, Joan Magrané, Nuria Núñez oder Amparo Edo Stücke für sie komponiert.
Im Jahr 2024 veröffentlichte sie eine Soloaufnahme mit dem Titel „Se hace saber”, die mit dem „Premio Carlos Santos” als bestes Album für zeitgenössische klassische Musik ausgezeichnet wurde.
2000 trat sie dem Orquesta Sinfónica de Madrid (Teatro Real) bei und seit 2002 ist sie Solohornistin beim Orquesta de València. Sie ist Mitglied des „Quintet Cuesta” und des „Dreisam Ensemble”.
Prof. Raimund Zell
Deutschland
Raimund Zell, Jahrgang 1977, wuchs in der süddeutschen Blasmusikszene auf. Er studierte bei Michael Höltzel in Detmold und bei Christian Dallmann in Berlin. Als ehemaliges Mitglied des deutschen Bundesjugendorchester und des European Union Youth Orchestra war er nach Engagements beim Radiosinfonieorchester Stuttgart, an der Komischen Oper Berlin und der Staatskapelle Dresden 10 Jahre lang Hornist im Gewandhausorchester Leipzig. Er spielt zudem seit 15 Jahren regelmäßig beim Mahler-Chamber-Orchester und ist ständiger Gast bei den großen Sinfonie- und Opernorchestern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Raimund Zell ist mehrfacher internationaler Wettbewerbspreisträger als Solist und Kammermusiker, darunter 2004 beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen und neben seiner Orchestertätigkeit international als Kammermusiker, Solist und Pädagoge tätig. Er unterrichtete sechs Jahre als Horndozent an der Universität der Künste Berlin in der Klasse von Christian Dallmann und hatte 2011/2012 eine Professur für Horn und Kammermusik an der Hochschule der Künste in Bern. Von 2012-2015 war Raimund Zell Professor für Horn an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz und ist seit 2012 Professor für Horn an der Anton-Bruckner-Universität in Linz, zudem Mentaltrainer. Er lebt mit seiner Familie in Wien.
Prof. Szabolcs Zempléni
Ungarn
Szabolcs Zempléni, geb. 1981, errang mit 17 Jahren bereits den 1. Preis und den Sonderpreis am Concertino Praga. Es folgten der 1. Preis beim Internationalen Hornwettbewerb in Békés, der 2. Preis beim Internationalen Hornwettbewerb in Markneukirchen im Jahr 2000 und der 1. Preis beim Internationalen Hornwettbewerb Brno 2001.
Den 1. Preis beim Internationalen ARD –Musikwettbewerb in München errang Szabolcs Zempléni im Jahre 2005. Seitdem spielte er Solokonzerte u.a. in der Tschechischen Republik, in Japan, China, Thailand, Italien, Deutschland, Österreich, der Schweiz und in den Vereinigten Staaten unter der Leitung von Ivan Fischer, Yakov Kreizberg, Jonathan Nott, Daniel Raiskin und Michael Sanderling. Er debütierte bereits in den größten Konzerthallen wie dem Auditorium in Rom, der Carnegie Hall New York, der Philharmonie im Gasteig, München und dem Bartók-Saal in Budapest. Er konzertierte ferner mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchener Kammerorchester, der Camerata Salzburg, dem Budapest Festival Orchester, den Bamberger Symphonikern, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen u.a. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen András Keller, Péter Nagy, Dénes Várjon, Christoph Eschenbach, Elena Bashkirova, Christian Zacharias und das Atos Trio.
Szabolcs Zempléni ist Gastprofessor am Trinity Music College in London und am Tokyo Music College in Japan. Ab 2010 bekleidete er die Professur für Horn an der Hochschule für Musik in Trossingen. In 2018 folgte er einem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Seit 2024 ist er Professor für Horn an der UdK-Berlin.
Sein erstes Solo-CD (Colours of the French Horn) erschien in 2011.
Jury Fach Tuba 2026

Prof. Jörg Wachsmuth - Fachjuryvorsitz
Deutschland
KV Prof. Jörg Wachsmuth entstammt einer Thüringischen Musikerfamilie, wuchs in Potsdam auf und studierte im Fach Tuba an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler” Berlin bei KV Prof. Dietrich Unkrodt. Er zählt heute unbestritten zu den weltweit führenden Virtuosen auf seinem Instrument. Seine musikalische Heimstatt ist die Dresdner Philharmonie. Dort ist er seit dem Jahre 2000 als Solotubist tätig. Sein kammermusikalisches Betätigungsfeld ist das renommierte Melton Tuba Quartett. Er ist 1. Preisträger des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen im Fach Tuba 1992 und ein international gefragter Solist und Orchestertubist. Konzertreisen führten ihn nach Europa, Asien, Skandinavien, nach Südamerika und in die USA. Schon frühzeitig begann neben seinen vielen musikalischen Verpflichtungen eine ebenso erfolgreiche pädagogische Tätigkeit. Seit 2002 lehrt er an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Im Jahr 2006 wurde Jörg Wachsmuth zum Kammermusiker und 2012 zum Kammervirtuosen ernannt. Im Jahre 2009 erfolgte seine Ernennung zum Honorarprofessor für Tuba. Heute unterrichtet er in aller Welt, führt Meisterkurse durch und ist ein gefragter Juror für Wettbewerbe. Sein komödiantisches Talent stellt er neben musikalischen Spitzenleistungen, im Theaterstück „Ilse Bähnerts Tubamania“, welches auch als Hörbuch erschienen ist, unter Beweis. Zahlreiche CD-Produktionen, Rundfunk - und Fernsehauftritte sind Bestandteil seines künstlerischen Schaffens. Eine seiner besonderen Leidenschaften gilt der größten spielbaren Riesentuba der Welt aus der Musikstadt Markneukirchen, die im Oktober 2015 ihre Namengebung erhielt und auf den Namen „Ilse“ getauft wurde und auf der er in der Fernsehsendung des MDR „Stefanie Hertel - Meine Stars“ einen Weltrekord im Spielen des „Hummelflug“ von Rimski-Korsakov in 52,96 Sekunden aufstellte und diesen dann nochmals in der Late Night Show „TV Total“ mit Stefan Raab (Pro7), auf 52,73 Sekunden verbesserte.
Sein Lieblingsinstrument ist die B&S F-Tuba 3100 -IL „Ilschen“, Modell Prof. Jörg Wachsmuth, welches im Jahr 2023 seine öffentliche Namensweihe in der Musikstadt Markneukirchen erfuhr.
Als Instrument des Jahres 2024 wurde die Tuba von den Landesmusikräten erwählt. Der Sächsische Musikrat berief Prof. Jörg Wachsmuth als Schirmherr für den Freistaat Sachsen.
Prof. Øystein Baadsvik
Norwegen
Øystein Baadsvik wurde von den Hörern von Classic FM zu einem der zehn besten Blechbläser der Geschichte gewählt. Er hielt den ersten TED-Vortrag zum Thema Tuba und ist mit mehr als acht Millionen Aufrufen einer der beliebtesten klassischen Musiker auf YouTube. Seine facettenreiche musikalische Karriere als Solist und Aufnahmekünstler führte ihn um die ganze Welt. Er gibt regelmäßig Meisterkurse und Workshops an bedeutenden Universitäten weltweit.
Zu seinen Engagements zählen Auftritte mit Orchestern wie dem Oslo Philharmonic Orchestra, dem Warsaw Philharmonic Orchestra, dem Taipei National Symphony Orchestra und dem Singapore Philharmonic. Baadsvik ist in einigen der berühmtesten Konzertsälen der Welt aufgetreten und gab 2006 sein New Yorker Debüt in der Carnegie Hall.
Baadsvik ist ein aktiver Aufnahmekünstler, dessen CDs viel Lob erhalten. In ihrer Rezension von „Tuba Works” schrieb die Zeitschrift American Record Guide: „Diese spektakuläre Aufnahme etabliert Baadsvik als einen der besten Solotubisten der Welt.” Der Filmkomponist John Williams sagte über Baadsviks Aufnahme seines Tubakonzerts: „Seine Interpretation meines Konzerts übertrifft bei weitem alles, was ein Komponist sich erhoffen kann.”
Hinweis: Audio-Clips und weitere Informationen finden Sie unter www.baadsvik.com.
Prof. Jens Bjørn-Larsen
Dänemark
Der Gewinn des ersten Preises beim „Concours International d'Exécution Musicale“ in Genf im Jahr 1991 markierte für Jens Bjørn-Larsen den Beginn einer außergewöhnlichen Karriere als Tuba-Solist.
Außerdem wurde er mit dem 1. Preis beim Nordischen Solistenwettbewerb, dem Großen Victor-Borge-Preis, dem japanischen Bunkamura-Preis und dem europäischen Juventus-Preis ausgezeichnet.
Zwischen 1987 und 2005 war er Solotubist des Danish National Radio Symphony Orchestra. Seit 2010 ist er Mitglied des Chamber Orchestra of Europe.
Im Jahr 2002 wurde Jens Bjørn-Larsen zum Professor an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover ernannt und war damit der erste Vollzeit-Professor für Tuba in Europa. Heute sind seine Studenten in Orchestern auf der ganzen Welt tätig.
Jens Bjørn-Larsen unterrichtet an der Königlich Dänischen Akademie und ist Gastprofessor am Royal College of Music in London. Als B&S- und Melton-Künstler ist er regelmäßig auf Reisen, gibt Recitals, Solokonzerte mit großen Orchestern und gibt weltweit Meisterkurse.
Prof. Gérard Buquet
Frankreich
Gérard Buquet, 1954 in Frankreich geboren, ist Tubist, Komponist und Dirigent und zählt zu den bedeutenden Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik. Er studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris sowie Musikwissenschaft in Straßburg und erhielt kompositorische Impulse von Claude Ballif und Franco Donatoni.
Von 1976 bis 2001 war Buquet Tubist im Ensemble Intercontemporain unter Pierre Boulez und prägte dort maßgeblich das moderne Tubarepertoire. Als Solist trat er bei internationalen Festivals auf und arbeitete regelmäßig mit führenden französischen Orchestern. Besonders bekannt wurde er durch seine Interpretationen von Helmut Lachenmanns Harmonika. Neben seiner internationalen Konzerttätigkeit wirkte Buquet über zwei Jahrzehnte als Pädagoge: Von 1999 bis 2022 war er Professor für Tuba am CNSM Paris, leitete von 2001 bis 2018 das Ensemble für Neue Musik der Musikhochschule Karlsruhe und unterrichtete zeitgenössische Partituren für Bläser.
Als Komponist schrieb er Werke für renommierte Ensembles wie das Ensemble Intercontemporain, Ensemble Modern, Klangforum Wien, Slowind oder Nomos. Sein Schaffen umfasst Solowerke, Kammermusik, Ensemble- und Orchesterstücke sowie musiktheatrale Projekte. Zu seinen jüngsten Kompositionen zählt Mnémosyne (2024/25) für Saxophon und Elektronik.
Auch als Dirigent profilierte sich Buquet mit zahlreichen Uraufführungen und Projekten, darunter Produktionen am ZKM Karlsruhe, am Staatstheater Karlsruhe und mit Ensembles der Neuen Musik in Deutschland, Österreich und Frankreich.
Prof. Ulrich Haas
Deutschland
Die ersten musikalischen Gehversuche unternimmt Ulli Haas im Alter von 10 Jahren am Bariton/Euphonium und vier Jahre später an der Tuba. Dem Unterricht beim Vater Berthold Haas (Tubist WDR Sinfonie Orchester) folgt eine Ausbildung bei Prof. Paul Heims (Gürzenich Orchester Köln). In die Zeit bis zum Studium fallen Wettbewerbserfolge bei Jugend Musiziert – sowohl in der Solo- als auch der Ensemble-Wertung.
Nach dem Studium in Köln bei Prof. Hans Gelhar erfolgen Engagements am Staatstheater Kassel und bei den Duisburger Philharmonikern.
Neben seiner Orchestertätigkeit spielt Ulli Haas seit 1987 bis heute im Melton Tuba Quartett, mit dem er national wie auch international konzertiert und wegweisende neue Werke für diese Besetzung auf den Weg gebracht hat. Er unterrichtet mit beträchtlichem Erfolg als Professor für Tuba an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Viele seiner Schüler spielen in deutschen Kulturorchestern, in Musikkorps der Bundeswehr oder sind als Musikpädagogen tätig.
Parallel engagiert er sich in der Laienarbeit und bei der Förderung von musikalischen Talenten.
Als Solist sowohl am Eufonium als auch an der Tuba konzertiert er mit großen sinfonischen Blasorchestern und Brassbands.
Prof. Eiichi Inagawa
Japan
Prof. Eiichi Inagawa wurde 1945 in Hiroshima geboren. Im Alter von 12 Jahre begann er Tuba zu blasen und setzte seine Ausbildung nach seinem Schulabschluss mit einem Studium im Fach Tuba an der Universität für Kunst und Musik Tokyo fort. 1970 trat er seine erste Stelle als Tubist beim Yomiuri Sinfonieorchester an. Im Oktober 1972 wechselte er nach Deutschland und studierte bei Prof. Engels an der Musikhochschule Berlin.
Von 1973 bis 1989 war Eiichi Inagawa Tubist beim Gürzenich Orchester Köln und gleichzeitig als Dozent an der Robert Schumann Musikhochschule in Düsseldorf sowie bei der Ausbildung des Musikkorps der Bundeswehr in Hilden tätig. 1978 wurde ihm von der Stadt Köln der Titel Kammermusiker verliehen. Heute ist er Professor an der Universität für Kunst und Musik Tokyo.
Prof. Hans Nickel
Niederlande
Der international gefeierte Musiker, Pädagoge, Dozent und Juror Hans Nickel (geb. 1958) aus den Niederlanden hat sich kürzlich von seiner Position als Solotubist beim WDR-Sinfonieorchester zurückgezogen, die er seit 1986 innehatte – in der Presse wurde dies als „Abschied einer Legende“ bezeichnet.
Als Musiker wurde Nickel eingeladen, Werke angesehener zeitgenössischer Komponisten wie Stockhausen, Bedrich, Gregson, Van der Roost, Adler-McKean und Hamers uraufzuführen. Im Jahr 2024 spielte er die deutsche Erstaufführung von „Reflections on the Mississippi für Tuba und Orchester“ von Michael Daugherty in einer Live-Stream-Aufführung aus Köln mit dem WDR-Sinfonieorchester.
Er gewann zweimal den hoch angesehenen Preis „European Soloist of the Year“ bei den EBBC in Rotterdam und Cardiff. Zu seinen zahlreichen Solo-CD-Aufnahmen gehören „canTUBAllada“ (von der Sunday Times als „unbedingt hörenswert“ bezeichnet), „Tuba Obsessions“, „In Freundschaft“, aus dem „Leopardi-Zyklus“ und Bernsteins „Mippy“.
Während der Corona-Pandemie wandte sich Nickel verstärkt den sozialen Medien und der Easy-Listening-Musik zu. So entstand die vom WDR produzierte Reihe „Hans Nickel spielt...“ mit beliebten Klassikern, die für Tuba und Kammerorchester neu arrangiert wurden. Die erste der acht Aufnahmen dieser Reihe erreichte über eine Million Menschen und brachte ihm den Kommentar „Die Tuba wird zum digitalen Star...“ ein – alle diese Aufnahmen sind auf YouTube zu sehen.
Als beliebter Pädagoge unterrichtet Hans Nickel nach wie vor an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln und ist gerade von der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf sowie vom Conservatorium in Maastricht in den Ruhestand getreten. Außerdem unterrichtete er viele Jahre lang die tiefen Blechbläser der Bundeswehr im Rahmen ihres Vorbereitungsprogramms für das Hochschulstudium.
Nickel lehrt regelmäßig weltweit und kann sich nun darüber freuen, dass seine ehemaligen Schüler Positionen in den weltweit führenden Orchestern bekleiden, darunter das Concertgebouw Amsterdam, die Brussels Philharmonic, das Radio-Orchester Athen, die Opéra de Marseille, das Seoul Symphony Orchestra und das Xi’an Symphony Orchestra. Andere sind selbst engagierte Pädagogen geworden und unterrichten an renommierten Instituten, wieder andere sind erfolgreiche Dirigenten geworden – wie beispielsweise Joost Smeets und David Daubenfeld, während andere wie Thomas Leleu als Solisten weltweiten Ruf genießen.
Nickel arbeitet gerne als Kammermusiker und trat bereits mit den Belgian Brass Soloists, dem Asko Ensemble, dem Ensemble Modern und vielen anderen auf.
2008 gründete er mit seinen Blechbläserkollegen aus dem Orchester das Brass Consort Köln, das das Projekt „Das Blech Kommt“ ins Leben rief, welches vom WDR als Bildungsprojekt in ganz Nordrhein-Westfalen übernommen wurde. Das BCK war in der WDR-Serie „Die Maus“ beliebt und produzierte 2025 den YouTube-Film „Erste Hilfe mit der Maus“, mit dem es auf Bildungstournee ging.
2025 war ein arbeitsreiches Jahr mit Auftritten bei der ThaiTEC 2025, dem LizBrass '25 (Leiria Brass Festival), dem Wuhan Low Brass Festival 2025 und anderen bedeutenden Veranstaltungen, bei denen er mit zahlreichen Sinfonieorchestern spielte, darunter das NDR, die Brussels Philharmonic und sein ehemaliges Orchester, das WDR, sowie als Solist mit mehreren niederländischen Ensembles auftrat.
2026 gestaltet sich als ebenso arbeitsreiches und lohnendes Jahr.
Mit anderen Worten: „Ruhestand“ bedeutete lediglich eine leichte Richtungsänderung…
**Professor Hans Nickel – stolz darauf, auf Instrumenten von „Made by ADAMS“ zu spielen**
Offizielle Korrepetitorinnen Fach Horn
Frau Akiko Nikami
Frau Ikuko Odai
Frau Elena Ten
Offizielle Korrepetitorinnen Fach Tuba
Frau Rena Hashimoto
Frau Yorika Kimura
Frau Maria Lebed
Frau Eunbin Oh