Teilnehmer und Teilnehmerinnen
Preisträger
1. Preisträger Tuba
Diego Stine
Diego Stine stammt aus Virginia und ist derzeit Mitglied der United States Army Ceremonial Band. Sein Bachelorstudium absolvierte er am Colburn Conservatory of Music bei Aaron Tindall, Douglas Tornquist und Norman Pearson. Anschließend setzte er seine Ausbildung an der ZHdK – Zürcher Hochschule der Künste bei Anne Jelle Visser fort.
Von 2013 bis 2019 war Diego Stine Mitglied des National Symphony Orchestra Youth Fellowship Program und wurde als jüngster Blechbläser in der Geschichte des Programms aufgenommen. Während dieser Zeit arbeitete er unter anderem mit Steve Dumaine, David Fedderly und Seth Cook zusammen. Als Stipendiat trat er regelmäßig als Solist, Kammer- und Orchestermusiker im John F. Kennedy Center for the Performing Arts auf. Zudem war er Mitglied von NYO2 und Brass of Peace, die unter anderem in der Carnegie Hall konzertierten.
Bereits im Alter von 13 Jahren gab Diego Stine sein Solodebüt mit dem National Symphony Orchestra. Seitdem konzertiert er international als Solist und Kammermusiker. Im Jahr 2018 wurde er als erster Tubist Gewinner des City of Fairfax Band Young Artist Competition. Weitere Wettbewerbserfolge umfassen unter anderem eine lobende Erwähnung beim Eclipse Chamber Orchestra Young Artist Competition, den Halbfinaleinzug beim Porcia International Tuba Competition sowie die Finalteilnahme beim U.S. Army Band Tuba-Euphonium Workshop Solo Competition.
Als Kammermusiker arbeitete Diego Stine mit Künstlern wie Tine Thing Helseth, David Rejano Cantero und Andrew Bain zusammen. Gastengagements führten ihn unter anderem zum San Diego Symphony, National Symphony Orchestra und U.S. Army Orchestra. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Gianandrea Noseda, Esa-Pekka Salonen und Stéphane Denève zusammen.
Darüber hinaus nahm er an Meisterkursen bei bedeutenden Musikern wie Øystein Baadsvik, Roger Bobo und Carol Jantsch teil. Diego Stine spielt ausschließlich auf Instrumenten der Marke B&S und zählt zu den vielseitigen jungen Tubisten seiner Generation.
2. Preisträger Tuba
Igor Martínez
Igor Martínez ist ein vielseitiger Künstler, dessen musikalische Laufbahn ihn von der instrumentalen Virtuosität hin zum Dirigieren und Komponieren geführt hat. Seine Ausbildung begann im renommierten venezolanischen Musikausbildungsprogramm El Sistema, wo er seine Leidenschaft für die Tuba entdeckte und früh außergewöhnliches Talent zeigte. Bereits in jungen Jahren wurde er international ausgezeichnet und stand bei renommierten Wettbewerben in Frankreich, Deutschland und Italien insgesamt fünfmal auf dem Podium.
Als Orchestermusiker etablierte sich Igor Martínez als Tubist des Simón Bolívar Symphony Orchestra of Venezuela unter der Leitung von Gustavo Dudamel. Seine internationale Karriere führte ihn zu zahlreichen renommierten Orchestern, darunter das Orchestre de la Suisse Romande, das Monte-Carlo Philharmonic Orchestra, das Verbier Festival Chamber Orchestra, das Orchestre National de Lyon, das Orchestre National de Mulhouse sowie das Orchestre symphonique de Montréal.
Getrieben von dem Wunsch, seinen künstlerischen Horizont zu erweitern, widmete er sich zunehmend dem Dirigieren. An der Haute école de musique de Genève absolvierte er zwei Masterstudiengänge in den Fächern Tuba und Orchesterleitung. Derzeit setzt er diesen Weg mit einem Doktoratsstudium (D.Mus.) im Fach Dirigieren an der Université de Montréal fort.
Als Dirigent leitete Igor Martínez bereits zahlreiche Ensembles bei Konzerten und Meisterkursen, darunter das FVG Orchestra, das Orchester der Staatsoper Constanța, das Orchestre des Pays de Savoie sowie das Nouvel Ensemble Moderne.
Auch seine pädagogische Arbeit nimmt einen wichtigen Platz in seiner Karriere ein. Bereits im Alter von 18 Jahren wurde er zum Professor am Simón-Bolívar-Konservatorium ernannt und übernahm später die Leitung der Nationalen Tubaschule Venezuelas während ihrer Gründungsphase. In jüngster Zeit machte er insbesondere durch seine Zusammenarbeit mit dem Orchestre de Chambre de Genève auf sich aufmerksam: Dort war er sowohl als Arrangeur für ein Symphonic-Hip-Hop-Projekt mit KT Gorique tätig als auch als künstlerischer Leiter des Pilotprojekts „Paper Orchestra“, das vom pädagogischen Modell von El Sistema inspiriert wurde.
3. Preisträger Tuba
Byoungho Kang
Byoungho Kang wurde 2003 in Südkorea geboren. Derzeit studiert er in der renommierten Tubaklasse der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Jens Bjørn-Larsen.
Er nahm an Meisterkursen unter der Leitung von Vikentios Gionanidis an der Deutschen Oper Berlin sowie bei Constantin Hartwig von der Staatskapelle Dresden teil und vertiefte dort seine musikalische Ausbildung.
Bereits während seiner Schulzeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt den Musikpreis der Seoul Arts High School sowie den Im Won-sik Kunstpreis. Darüber hinaus schloss er die Musikabteilung der Schule im Jahr 2021 als jahrgangsbester Absolvent ab.
Im Jahr 2025 wurde er als Mitglied des Kaiser Ensemble beim Ljubljana International Competition – Brass Quintets and Quartets 2025 ausgezeichnet. Außerdem trat er als Solist in einem Konzert von Arild Plau gemeinsam mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock auf.
Weitere internationale Erfolge erzielte Byoungho Kang mit dem 2. Preis beim Jeju International Wind & Percussion Competition 2020. Gastauftritte führten ihn unter anderem an die Deutsche Oper Berlin, zum Philharmonischen Orchester Bremerhaven, an das Theater für Niedersachsen sowie zum Gwacheon Philharmonic Orchestra.
Neben seiner solistischen und kammermusikalischen Tätigkeit widmet sich Byoungho Kang intensiv dem Orchesterspiel und etabliert sich zunehmend als vielseitiger Tubist der jungen internationalen Generation.