Präsident

Prof. Julius Berger

Deutschland

Seit mehr als 40 Jahren ist der in Augsburg geborene Cellist aus dem Musikleben nicht mehr wegzudenken. Und das nicht nur, weil er ein wunderbarer Interpret ist, den die Frankfurter Allgemeine Zeitung nach seiner zweiten Aufnahme der Cello-Suiten von Bach einen „Propheten des Cellos“ (W.-E.v.Lewinsky) nannte. Julius Berger bereichert die Musikwelt in vielfältiger Weise, als Interpret, Pädagoge, Entdecker, Denker, der „ausgetretene Pfade“ nicht liebt.

Prägende Lehrer Bergers waren in München Fritz Kiskalt, in Salzburg Antonio Janigro, dessen Assistent er mehrere Jahre lang war und in Cincinnati (USA) Zara Nelsova. Engen Kontakt hatte er mit Mstislav Rostropovich, bei dem er zunächst studierte und mit dem er später zahlreiche Konzerte gab.

Wichtige Impulse für sein künstlerisches Leben verdankt Julius Berger der Zusammenarbeit mit Leonard Bernstein, Olivier Messiaen, Sofia Gubaidulina und Gidon Kremer, der ihn zahlreiche male zu seinem Kammermusikfestival nach Lockenhaus (Österreich) einlud.

Julius Berger ist als Solist und Kammermusiker weltweit gefragt, hat unzählige Aufnahmen für Rundfunk, Fernsehen und CD eingespielt und bildet Spitzennachwuchs aus. Viele seiner ehemaligen Studierenden sind heute schon als Professoren oder Solocellisten in renommierten Orchestern wie dem Leipziger Gewandhausorchester tätig.

Dass Julius Berger keinen Unterschied zwischen Historischem und Zeitgenössischem macht, sondern ganz im Sinne seines Lehrers und Freundes Mstislav Rostropovich den Kontakt zu lebenden Komponisten sucht und das Entstehen neuer Werke gezielt durch Aufträge, Ur- und Erstaufführungen fördert, gehört sicherlich zu seinen großen Verdiensten. Beispiele der jüngsten Zeit sind Werke von Sofia Gubaidulina, Franghiz Ali-Zhadeh, Adriana Hölszky, Manuela Kerer, Krzysztof Meyer, Wilhelm Killmayer, Johannes X. Schachtner, Markus Schmitt, Giovanni Bonato, Hong Jun Seo u.v.a. Im Jahr 2014 hat Julius Berger zusammen mit seiner Ehefrau Hyun-Jung mit großem Erfolg das Werk „Zwei Wege“ von Sofia Gubaidulina für zwei Violoncelli und Orchester beim „Seoul International Festival“ uraufgeführt. Das Werk erklang in gleicher Besetzung als europäische Erstaufführung beim Beethovenfest Bonn 2015.

Einen gewichtigen Beitrag für die Literatur seines Instruments leistete Julius Berger aber auch durch die Wiederentdeckung und Weltersteinspielung der Konzerte und Sonaten von Luigi Boccherini und Leonardo Leo sowie der ältesten Literatur für Violoncello solo von Domenico Gabrielli und Giovanni Battista degli Antonii. Er ist gleichzeitig Herausgeber der meisten Werke in vorbildlichen Urtext-Editionen.

In jüngster Zeit widmet sich Julius Berger vor allem der Erforschung des geistigen Hintergrundes großer Standardwerke von Bach, Beethoven, Brahms und anderen. In der von ihm initiierten Reihe „Von der Idee zum Werk“ an der Universität Augsburg erschließt er in Wort und Klang Sprache, Eigenheiten und historische Bezüge.

Seit vielen Jahren ist Julius Berger künstlerischer Leiter der Festivals in Eckelshausen (Deutschland) und Asiago (Italien) sowie Präsident des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen (Deutschland).

Im Jahr 2009 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz berufen.

Erholung sucht Julius Berger in der Bergwelt seiner Allgäuer Heimat. Er ist passionierter Fotograf und Verfasser von Gedichten.

Jury Fach Violine 2027

Prof. Paul Roczek

Österreich

Prof. Min Kim

Südkorea

Min Kim, ein führender Geiger Koreas, genießt hohes Ansehen für seine Vielseitigkeit als Solist, Kammermusiker, Pädagoge und Musikdirektor. Er absolvierte sein Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg, wo er bei Prof. Brandis studierte. Nach seiner Rückkehr nach Korea wurde Min Kim zum Konzertmeister des Korean Philharmonic Orchestra und anschließend des KBS Symphony Orchestra ernannt, zwei der bedeutendsten Orchester des Landes.

Als künstlerischer Leiter des Korean Chamber Orchestra ist Min Kim weltweit in mehr als 1.000 Konzerten aufgetreten, darunter bei vielen bedeutenden internationalen Festivals wie dem Rheingau-Festival, dem Beethoven-Osterfestival, dem Naantali-Festival, dem George-Enescu-Festival und dem Mozart-Festival Würzburg. Außerdem war er als Jurymitglied bei zahlreichen internationalen Wettbewerben tätig. Dazu zählen unter anderem der Internationale Königin-Elisabeth-Wettbewerb (zweimal) sowie die Wettbewerbe von Sendai, Leopold-Mozart und China; der Seoul International Music Competition, der Internationale Spohr-Wettbewerb usw. Er war künstlerischer Leiter des Seoul International Music Festival (2011–2015).

Seine Verdienste um die internationale Musikpädagogik und den kulturellen Austausch wurden mit mehreren renommierten Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Preis „Una Vita per la Musica“ des italienischen Staatspräsidenten und der Kulturverdienstorden der Republik Polen. Darüber hinaus wurde er 2015 vom koreanischen Präsidenten als Künstler ausgewählt, der einen Beitrag zu Kunst und Kultur leistet, und gewann den Kultur-Großpreis der „10. Daewon Music Awards“ sowie den Großpreis der „Planning Division for 21st Century Managers“. Min Kim wurde zum Vizepräsidenten der Nationalen Akademie der Künste Koreas gewählt und erhielt den „Korean Culture and Arts Award“ vom koreanischen Kulturministerium.

Derzeit ist er emeritierter Professor der Seoul National University und Mitglied der Nationalen Akademie der Künste der Republik Korea. Außerdem ist er Musikdirektor sowohl des Korean Chamber Orchestra als auch des Isang-Yun Ensembles.

Prof. Nurit Stark

Israel

Prof. Yuzuko Horigome

Japan

Prof. Lena Neudauer

Deutschland

Prof. Jakub Jakowicz

Polen

Prof. Baiba Skride

Lettland

Jury Fach Kontrabass 2027

Prof. Frithjof Martin Grabner

Deutschland

Prof. Miloslav Jelínek

Tschechische Republik

Prof. Nina Valcheva

Bulgarien

Nina Valcheva wurde in Plovdiv/Bulgarien geboren. Sie besuchte die Musikhochschulen in Sofia und Stuttgart (Klasse Prof. Lau), wo sie ihr Studium mit Auszeichnung abschloss. Nach einem Praktikum an der Württembergischen Staatsoper Stuttgart und einem Aushilfsvertrag im Radiosinfonieorchester Stuttgart, hatte sie Festanstellungen als Solokontrabassistin im Philharmonischen Orchester der Stadt Lübeck und am Nationaltheater Mannheim. Seit September 2011 ist sie stellv. 1. Solokontrabassistin bei den Stuttgarter Philharmonikern und seit dem Jahr 2022 Mitglied im Bayreuther Festspielorchester. Gasttätigkeiten in vielen namhaften Orchestern, darunter den Sinfonieorchestern des WDR und NDR, sowie verschiedenen Kammerensembles führten sie durch Europa und Asien. Nina Valcheva unterrichtet seit 2007 im Rahmen eines Lehrauftrags und seit 2023 als Professorin an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Prof. Dominik Greger

Deutschland

Prof. Dominik Greger wurde 1980 in Altenburg geboren, er erhielt seine erste musikalische Ausbildung zunächst als Cellist und war Schüler der Jungstudentenklasse von Prof. Wolfgang Weber an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Anschließend wechselte er zum Kontrabass und absolvierte sein Studium sowie das Konzertexamen bei Prof. Horst-Dieter Wenkel an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Ergänzende künstlerische Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Wolfgang Güttler, Klaus Stoll und Norbert Brainin. Während seines Studiums wurde er durch ein Stipendium des PE-Förderkreises Mannheim gefördert.

Bereits früh machte er durch zahlreiche Wettbewerbserfolge auf sich aufmerksam. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem der 3. Preis sowie der Preis für die beste Interpretation des Pflichtwerks Invocation von Miroslav Gajdoš beim 2. Internationalen Johann-Matthias-Sperger-Wettbewerb (2002), die Teilnahme am Semifinale des 52. Internationalen ARD-Wettbewerbs (2003), der Förderpreis der Carl Flesch Akademie Baden-Baden sowie der 2. Preis beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen (2005).

Als Solist konzertierte er unter anderem mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera, dem Münchener Kammerorchester, der Philharmonie Budweis, der Philharmonie Baden-Baden und der Staatskapelle Weimar.

Von 2005 bis 2007 war er Solokontrabassist der Sächsischen Staatskapelle Dresden, anschließend von 2008 bis 2011 Solokontrabassist des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Seit 2009 ist er Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Darüber hinaus ist er regelmäßig als Gast-Solokontrabassist bei renommierten Orchestern tätig, darunter das MDR-Sinfonieorchester, die Staatskapelle Berlin, das Bayerische Staatsorchester der Bayerischen Staatsoper München, die Deutsche Oper Berlin, die Dresdner Philharmonie, das SWR Symphonieorchester sowie das WDR Sinfonieorchester.

Prof. Graham Mitchell

Großbritannien

Prof. Graham Mitchell mit Kontrabass

Graham Mitchell ist Leiter der Streicherabteilung und Serge-Koussevitzky-Seniorprofessor für Kontrabass an der Royal Academy of Music sowie Kontrabassist beim Nash Ensemble.

Von 1998 bis 2011 war er Mitglied des Philharmonia Orchestra, anschließend war er von 2011 bis 2022 Stimmführer des English National Opera Orchestra. Er ist regelmäßiger Gast bei den Berliner Philharmonikern und dem Chamber Orchestra of Europe. Als Gast-Stimmführer hat Graham die meisten Orchester in Großbritannien geleitet, darunter das London Symphony Orchestra, sowie Orchester im Ausland, darunter das Royal Concertgebouw, das SWR Stuttgart, das Chamber Orchestra of Europe und das Gewandhausorchester Leipzig.

Im Laufe der Jahre hat Graham mit zahlreichen Solisten und Kammerensembles konzertiert und Aufnahmen eingespielt, darunter mit Thomas Adés, Anthony Marwood, James Crabb, Pekka Kuusisto, Imogen Cooper und Hilary Hahn; den Klaviertrios Florestan, Gould und Kungsbacka; sowie den Quartetten Belcea, Navarra, Elias und Takács.

Im Jahr 2007 wurde Graham von Steven Isserlis eingeladen, beim IMS Prussia Cove Chamber Festival aufzutreten; darauf folgten eine landesweite Tournee und ein Konzert in der Wigmore Hall. Dies führte dazu, dass das IMS Prussia Cove den Kammermusikpreis bei den renommierten Royal Philharmonic Society Awards gewann. Seine Aufnahme von Schuberts „Forellenquintett“ mit Paul Lewis und dem Leopold String Trio wurde als „eine der besten modernen Aufnahmen des Forellenquintetts“ gelobt (The Sunday Times).

Graham spielt auf einem Kontrabass aus dem Jahr 1750, der Testore zugeschrieben wird. Er ist dem Stradivari Trust für dessen Unterstützung äußerst dankbar.

Prof. Petru Iuga

Rumänien

Prof. Alexandra Scott

Großbritannien