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Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen e.V.
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08258 Markneukirchen
Germany
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Wettbewerb 2017 hat begonnen

(cs) Mit dem heutigen Probentag erreichten die Vorbereitungen für den diesjährigen Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen in den Fächern Viola und Kontrabass ihren Höhepunkt und wurden erfolgreich abgeschlossen.

Ab 5. Mai stellen sich dann die 97 Teilnehmer zwischen 15 und 31 Jahren dem musikalischen Wettstreit, der über drei Auswahlprüfungen sowie eine Finalrunde mit Orchester ausgetragen wird. Die jungen Musikerinnen und Musiker stammen aus 32 verschiedenen Ländern. Darunter sind Teilnehmer aus Südkorea (19) und Deutschland (13) besonders stark vertreten, gefolgt von Japan (6) und Russland (6). Von den ursprünglich 179 zum Wettbewerb zugelassenen Teilnehmern waren 58 für das Fach Viola und 39 für das Fach Kontrabass angereist. Sie werden sich nun den beiden internationalen Jurys in der ersten Auswahlprüfung mit einem zwanzig- bis fünfundzwanzigminütigen Programm vorstellen, darunter im Fach Viola mit Werken von J.S. Bach, George Enescu, Stamitz, Hoffmeister, Reger und Ligeti. Im Fach Kontrabass haben die Teilnehmer u.a. Sechs Stücke für Kontrabass Solo von Giselher Klebe als Pflichtstück sowie Konzerte von Dittersdorf, Vanhal, Sperger und Hoffmeister vorbereitet.

Der Wettbewerb findet für das Fach Viola in der Musikhalle Markneukirchen und für das Fach Kontrabass im Alten Schloss in Erlbach statt. Beginn ist am Freitag jeweils 9.00 Uhr. Zu den Vorspielen sind Besucher herzlich willkommen. Insgesamt dauert der Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen noch bis zum 13. Mai 2017.

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Eröffnung und Auslosung

If music be the food of love, play on … (W. Shakespeare)

(gd) – Zum 52. Male trifft sich in diesen Tagen die musikalische Jugend der Welt zum friedlichen Wettstreit um die begehrten Preise eines internationalen Instrumentalwettbewerbes in den Fächern Viola und Kontrabass. Und diese Worte des großen englischen Dramatikers W. Shakespeare – Prof. Julius Berger zitierte sie in seiner kleinen Begrüßungsrede – könnten als Motto über diesen musikalischen Wettstreit stehen. In der heutigen Zeit, so Prof. Berger, sind die Menschen mehr denn je „auf der Suche nach einer besseren Welt“ (Karl Popper). Diese Wettbewerbe, in denen sich junge Menschen der verschiedensten Nationen, Kulturen und Sprachen treffen, diskutieren, sich austauschen, freundschaftlich miteinander umgehen und musizieren „bringen ein wenig Licht in die Dunkelheit der Zeit“. Prof. Berger beglückwünschte die Teilnehmer dafür, dass sie ihr Leben der Musik gewidmet haben und somit auch ein wenig die Finsternis in der politischen Welt bekämpfen. „Menschlichkeit und Kunst sind untrennbar“ (Pablo Casals)! Eine kurze Rede, die so typisch Julius Berger war und wohl alle Anwesenden berührte.

Eingeleitet wurde diese organisatorische Eröffnung des 52. Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen am 04.05.2017 mit der Wettbewerbsfanfare, gespielt vom Blechbläserquintett des Stadtorchesters. Danach begrüßte Bürgermeister Andreas Rubner die Juroren und Teilnehmer dieses Wettbewerbes auf das herzlichste und wünschte ihnen viel Glück und Erfolg. Carola Schlegel stellte im Anschluss die Mitarbeiter des Organisationsbüros vor; und dann kam der spannende Augenblick, in dem Prof. Berger den Buchstaben H aus der Losschüssel zog, mit dem die Auswahlprüfungen beginnen. So müssen also im Fach Viola Aleksandra Hladyniuk aus Polen und im Fach Kontrabass Christoph Haaß aus Deutschland sich als erstes den strengen Ohren der Juroren stellen.

Im Anschluss begrüßte Prof. Berger die einzelnen Jurymitglieder, für die er wie immer warme und freundschaftliche Worte fand.

 

Im Fach Viola sind 58 Teilnehmer angereist, die sich dieser Jury stellen dürfen:

  • Prof. Thomas Selditz (A) Vorsitz
  • Prof. Antonello Farulli (I)
  • Prof. Herbert Kefer (A)
  • Prof. Erich Wolfgang Krüger (D)
  • Prof. Martin Outram (GB)

 

 

  • Prof. Hariolf Schlichtig (D)
  • Prof. Jean-Philippe Vasseur (F)
  • Prof. Danusha Waskiewicz (D)
  • Prof. Barbara Westphal (D)

Im Fach Kontrabass haben sich 39 Teilnehmer gemeldet und dürfen dieser Jury vorspielen:

  • Prof. F.-Martin Grabner (D) Vorsitz
  • Michinori Bunya (J)
  • Prof. Paul Erhard (USA)
  • Prof. Mette Hanskov (DK)
  • Prof. Miloslav Jelinek (CZ)

 

  • Prof. Dorin Marc (Rom)
  • Prof. Thomas Martin (GB)
  • Prof. Barbara Sanderling (D)
    • Prof. Dan Styffe (S

 

Eine abschließende kurze Vorstellung der Musikstadt Markneukirchen durch Bürgermeister Andreas Rubner wurde auch unterstützt durch eine kleine Ausstellung von Handwerksmeister aus Markneukirchen wie Bernd & B. Michael Dölling (Bogenbau), Klaus und Karin Wunderlich (Streichinstrumente), Fa. Hoyer (Bogenbau), Ute Kästner (Geigenbau), Klaus und Frank Schlegel (Geigenbau), Stefan Kreul (Geigenbau) oder Horst Wünsche Zitherbau KG mit Steffen Meinel, die ein reges Interesse bei Teilnehmern und Juroren fand.

 

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Ergebnis der 1. Auswahlprüfung

(cs) Am Sonntag, den 7. Mai endete die erste Auswahlprüfung des diesjährigen Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen in den Fächern Viola und Kontrabass.
Von den insgesamt 97 angereisten jungen Musikerinnen und Musiker haben es 47 in die zweite Auswahlprüfung geschafft. In den nächsten beiden Tagen müssen nun 24 Teilnehmer im Fach Kontrabass und 23 im Fach Viola ihr Können erneut vor den internationalen Jurys unter Beweis stellen. Unter ihnen ist auch der jüngste Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbes, der erst 15-jährige Bassist Indivara Stivín aus der Tschechischen Republik.
Die verbliebenen Teilnehmer können nun für die nächste Auswahlprüfung ihre Stücke aus mehreren Wahlpflichtstücken selbst wählen. Im Fach Kontrabass gehören dazu u.a. Ausschnitte aus Gambensonaten von J.S. Bach, eine Sonate des 20. Jahrhunderts und virtuose Werke vom Meister des Kontrabasses Giovanni Bottesini. Die Teilnehmer im Fach Viola bereiten Werke u.a. von C. Stamitz, F.A. Hoffmeister, G. Ligeti, G. Kurtag, M. Reger und A. Busch vor.
Der Wettbewerb ist öffentlich und beginnt in beiden Fächern am Montag 9.00 Uhr, für Viola in der Musikhalle Markneukirchen, für Kontrabass im Alten Schloss in Erlbach. Die zweite Runde wird in beiden Fächern am Dienstag fortgeführt. Daraufhin folgt die Bekanntgabe der Ergebnisse im Alten Schloss 19.15 Uhr und in der Musikhalle 16.30 Uhr.
Die Kandidaten, die die erste Auswahlprüfung erfolgreich bestanden haben, stammen insgesamt aus 20 verschiedenen Ländern, die meisten von ihnen aus Deutschland, Südkorea und China. Vertreten sind aber auch junge Musiker aus Argentinien, Finnland, Frankreich, dem Iran, Italien, Japan, Lettland, den Niederlanden, Polen, Portugal, Russland, Schweden, Spanien, der Tschechischen Republik und der Ukraine.

Ablaufpläne hier

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Eröffnungskonzert

Junge Menschen vereint in ihrer Liebe zur Musik oder ein „Fest der Begegnungen“

(gd) – Dank professioneller Arbeit des Organisationsteams im Rathaus konnte der 52. Internationale Instrumentalwettbewerb am 5. Mai 2017 mit einem Konzert eröffnet werden.

Nach der traditionellen Fanfare begrüßte der Bürgermeister unserer Stadt und Vorsitzende des Vereins IIW Markneukirchen e.V., Andreas Rubner, den Präsidenten des IIW für Streichinstrumente, Prof. Julius Berger, als treuen Partner und Wegbegleiter im Wettbewerb, die 18 Juroren aus 11 Ländern und natürlich die 97 Teilnehmer aus 32 Ländern und 4 Kontinenten, die erst „einen solchen Wettbewerb mit Leben erfüllen“.

Mit einem traurigen Blick auf die politische Welt hob Andreas Rubner die Bedeutung der Musik als Kraft spendendes Element, als eine internationale Sprache, die die Menschen unterschiedlicher Nationen und Religionen vereint, hervor. „Ein Wettbewerb ist eben kein Krieg, der Sieger durch Zerstörung und Unterdrückung anderer schafft; er hat keine Verlierer, sondern nur benannte und unbenannte Gewinner!“ Auch wenn viele Teilnehmer keinen Preis gewinnen, so werden sie an Erfahrungen reicher und dem künstlerischen Ziel näher gekommen sein.

Der Bürgermeister verwies auch auf die exorbitante Bedeutung der Stadt Markneukirchen für diesen Wettbewerb: „Der Internationale Instrumentalwettbewerb lebt durch den Ort, in dem er stattfindet. Diese Nähe zu den Herstellern der Instrumente bietet kein anderer Instrumentalwettbewerb in der Welt!“ Teilnehmer und Juroren mögen etwas aufnehmen „von der über 350jährigen Tradition des Musikinstrumentenbaus in Markneukirchen.

Ein Dank ging an Frau Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, die sich auf Bitten der Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas bereit erklärt hat, neben dem Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, die Schirmherrschaft für den 52. Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen 2017 zu übernehmen.

Der IIW habe eine „breite Basis aus Tradition und Gegenwart, aus Musikinstrumente machenden und Kultur schaffenden Menschen“ und sei seine Herzensangelegenheit trotz aller Sparzwänge. Darum bedankte sich Bürgermeister Rubner zum Schluss auch ganz herzlich bei allen Sponsoren und Helfern, die es immer wieder ermöglichen, einen solch international angesehenen Wettbewerb durchzuführen. Ein großes Dankeschön ging auch an das Sinfonieorchester Markneukirchen für die gute Zusammenarbeit im Rahmen des IIW. 

Auch Prof. Julius Berger bedankte sich bei all denen, die das „Vermächtnis Kurt Masurs“, der dem IIW zum 50. Jubiläum ein ewiges Leben gewünscht hat, weitertragen. Auf die Frage an die Teilnehmer, „warum sind wir hier, welch innere Kräfte bewegen uns?“, verweist er als Antwort auf das Buch des Philosophen Karl Popper „Auf der Suche nach einer besseren Welt“. „Unser Weg, unser Leben, die Musik  ist immer eingebunden in einen höheren Zusammenhang. Es ist notwendig, immer wieder an diese Weitsicht zu erinnern. Zur Bekräftigung seiner Gedanken zitierte Berger einen kleinen Ausschnitt aus dem Gedicht „L'Infinito“ des berühmten italienischen Lyrikers Giacomo Leopardi:

 „Und wenn des Windes Rauschen durch diese Bäume geht, halt ich die Stimme

dem Schweigen, dem unendlichen, entgegen,

ihm zum Vergleich: des Ewigen gedenk ich, der toten Jahreszeiten und der einen,

die heute lebt und tönt. Und so versinken

im Unermesslichen mir die Gedanken, und Schiffbruch ist mir süß in diesem Meere.“

Schiffbruch gehöre zum Künstlerleben und zur Lebenskunst, und das Wesen der Musik aus diesem Blickwinkel bleibe ein ewiges Geheimnis, und „ihre Kristalle hier zu schleifen eine ewige Aufgabe“. Er schärfe „den Magnetismus unseres Kompasses für die Richtung unseres Denkens und Handelns“. Eingedenk der politischen Unwirtlichkeit in vielen Ländern und Regionen der Erde sieht er den musikalischen Wettbewerb als ein Hoffnungszeichen. Musiker brauchen die Begegnung mit anderen Künstlern, anderen Kulturen, denn sie inspiriert, beglückt oder enttäuscht auch manchmal, aber sie bereichert immer!  Auch die Begegnung mit der „einmaligen Kultur dieses Ortes (dem Instrumentenbau) sei von großer Bedeutung, und Berger kenne „keinen Wettbewerb, der diesen so wichtigen Aspekt der Begegnung so stark in den Vordergrund rückt“.

Das Orchester schien von den eindringlichen philosophischen Gedanken des großen Cellisten Berger inspiriert worden zu sein. Nach anfänglich zögerlichem Spiel in der Konzert-Ouvertüre “Im Herbst“, op. 11 von Edvard Grieg entwickelten die Musiker unter der feinfühligen Leitung ihres Dirigenten Matthias Spindler eine musikalische Leidenschaft und Spielfreude, die wohl jeden im Saal in ihren Bann zog. Eine exzellente dynamische Gestaltung und ein souveräner Einsatz der oft melodiebestimmenden Bläser begeisterten. Auch in der Karelia-Suite op. 11 von Jean Sibelius bewiesen die Musiker, dass sie sich mit der nordischen Musik identifizieren können. Besonders das Englischhorn im 2. und die Hörner im 3. Satz über-zeugten.

Der Höhepunkt des Abends war ohne Zweifel das Konzert für Trompete und Orchester von Alexander Arutjunjan (1920-2012) mit dem 1. Preisträger des IIW 2014, Viktor Spáth. Ein wunderbares Zusammenspiel von Solist und Orchester (Viktor Spáth zeigte sich in einem anschließenden kurzen Gespräch begeistert von unserem Sinfonieorchester!) Und der Solist „tummelte“ sich in der Virtuosität dieses Konzertes und ließ die ganze Bandbreite der Ausdrucksmöglichkeiten einer Trompete erklingen!

Nach der Pause erklang der Einzugsmarsch der Bojaren (1893) von Johan Halvorsen (1864-1935). Auch hier konnte das Orchester mit einem homogenen Klang und ausdruckstarker Interpretation überzeugen.

Beendet wurde dieses Konzert mit der Lyrischen Suite op. 54 für Orchester von Edvard Grieg. Diese 4 musikalischen Momentaufnahmen klingen zwar recht einfach, doch haben sie es wohl in sich! So hatten die Geigen und Bratschen im Satz „Hirtenknabe“ etwas Mühe, stets im rhythmischen Einklang zu spielen. Doch auch hier begeisterte der Gesamteindruck, und besonders die Flöten mit ihrem virtuosen Spiel im „Zug der Zwerge“ oder die stimmungsvolle, ausdrucksstarke Interpretation des „Notturno“ durch das ganze Orchester waren einfach Spitze!

Ein großes Dankeschön an das Orchester und seinen Dirigenten für dieses wunderschöne Konzert, das die Musiker trotz der Mehrbelastung durch das Jubiläum des Gymnasiums mit viel Leidenschaft und Professionalität erarbeitet haben!

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Ergebnis der 2. Auswahlprüfung

14 Teilnehmer erreichen 3. Runde beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen

(cs) Von den 47 Teilnehmern der zweiten Runde des diesjährigen Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen in den Fächern Viola und Kontrabass haben insgesamt 14 Kandidaten die dritte Auswahlprüfung erreicht.

Im Fach Viola qualifizierten sich sieben junge Musiker im Alter von 22 bis 29 Jahren aus China, Deutschland, Japan, Russland und Südkorea.

Im Fach Kontrabass haben sich zwei Teilnehmerinnen und fünf Teilnehmer zwischen 15 und 29 Jahren behauptet, die aus Deutschland, Finnland, Lettland, Spanien und der Tschechischen Republik stammen.

In der dritten Runde werden die Teilnehmer nun ein bis zu 45 minütiges Programm vortragen. Darin enthalten sind im Fach Viola Sonaten von Johannes Brahms und Paul Hindemith. Im Fach Kontrabass stehen den Teilnehmern Sonaten von Franz Schubert, Adolf Mišek und Julien-François Zbinden zur Auswahl.

Die Wertungsspiele beginnen am Mittwoch, 9.00 Uhr für das Fach Kontrabass im Alten Schloss in Erlbach und 10.00 Uhr für das Fach Viola in der Musikhalle Markneukirchen. Besucher sind herzlich willkommen. Die Namen der Kandidaten, die die Finalrunde erreichen, werden ca. 12.45 Uhr im Fach Kontrabass  bzw. ca. 18 Uhr in der Kategorie Viola jeweils in den beiden Wettbewerbslokalen bekannt gegeben. 

Ablaufpläne hier

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