Präsident

Prof. Julius Berger

Deutschland

Seit mehr als 40 Jahren ist der in Augsburg  geborene Cellist aus dem Musikleben nicht mehr wegzudenken. Und das nicht nur weil er ein wunderbarer Interpret ist, den die Frankfurter Allgemeine Zeitung nach seiner zweiten Aufnahme der Cello-Suiten von Bach einen „Propheten des Cellos“ (W.-E.v.Lewinsky) nannte. Julius Berger bereichert die Musikwelt in vielfältiger Weise, als Interpret, Pädagoge, Entdecker, Denker, der „ausgetretene Pfade“ nicht liebt.

Prägende Lehrer Bergers waren in München Fritz Kiskalt, in Salzburg Antonio Janigro, dessen Assistent er mehrere Jahre lang war und in Cincinnati (USA) Zara Nelsova. Engen  Kontakt hatte er mit Mstislav Rostropovich, bei dem er zunächst studierte und mit dem er später zahlreiche Konzerte gab.

Wichtige Impulse für sein künstlerisches Leben verdankt Julius Berger der Zusammenarbeit mit Leonard Bernstein, Olivier Messiaen, Sofia Gubaidulina und Gidon Kremer, der ihn zahlreiche male zu seinem Kammermusikfestival nach Lockenhaus (Österreich) einlud.

Julius Berger ist als Solist und Kammermusiker weltweit gefragt, hat unzählige Aufnahmen für Rundfunk, Fernsehen und CD eingespielt und bildet Spitzennachwuchs aus. Viele seiner ehemaligen Studierenden sind heute schon als Professoren oder Solocellisten in renommierten Orchestern wie dem Leipziger Gewandhausorchester tätig.

Dass Julius Berger keinen Unterschied zwischen Historischem und Zeitgenössischem macht, sondern ganz im Sinne seines Lehrers und Freundes Mstislav Rostropovich den Kontakt zu lebenden Komponisten sucht und das Entstehen neuer Werke gezielt durch Aufträge, Ur- und Erstaufführungen fördert, gehört sicherlich zu seinen großen Verdiensten. Beispiele der jüngsten Zeit sind Werke von Sofia Gubaidulina, Franghiz Ali-Zhadeh, Adriana Hölszky, Manuela Kerer, Krzysztof Meyer, Wilhelm Killmayer, Johannes X. Schachtner, Markus Schmitt, Giovanni Bonato, Hong Jun Seo  u.v.a. Im Jahr 2014 hat Julius Berger zusammen mit seiner Ehefrau Hyun-Jung mit großem Erfolg das Werk „Zwei Wege“ von Sofia Gubaidulina für zwei Violoncelli und Orchester beim „Seoul International Festival“ uraufgeführt. Das Werk erklang in gleicher Besetzung als europäische Erstaufführung beim Beethovenfest Bonn 2015.

Einen gewichtigen Beitrag für die Literatur seines Instruments leistete Julius Berger aber auch durch die Wiederentdeckung und Weltersteinspielung der Konzerte und Sonaten von Luigi Boccherini und Leonardo Leo sowie der ältesten Literatur für Violoncello solo von Domenico Gabrielli und Giovanni Battista degli Antonii. Er ist gleichzeitig Herausgeber der meisten Werke in vorbildlichen Urtext-Editionen.

In jüngster Zeit widmet sich Julius Berger vor allem der Erforschung des geistigen Hintergrundes großer Standardwerke von Bach, Beethoven, Brahms und anderen. In der von ihm initiierten Reihe „Von der Idee zum Werk“ an der Universität Augsburg  erschließt er in Wort und Klang Sprache, Eigenheiten und historische Bezüge.

Seit vielen Jahren ist Julius Berger künstlerischer Leiter der Festivals in Eckelshausen (Deutschland) und Asiago (Italien) sowie Präsident des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen (Deutschland).

Im Jahr 2009 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz berufen.

Erholung sucht Julius Berger in der Bergwelt seiner Allgäuer Heimat. Er ist passionierter Fotograf und Verfasser von Gedichten.

Jury Fach Violoncello

Prof. Valentin Erben

Österreich

Um die Wurzeln des gebürtigen Wieners zu finden, muss man nach Böhmen, Slowenien, Siebenbürgen und sogar Holland reisen. Der Vater, musikbegeisterter Physiker, und die Mutter, Berufspianistin, lehrten ihren Sohn, keinen Tag ohne Musik verstreichen zu lassen.
Als er 1967 in Paris mit dem "Premier Prix du Conservatoire National Supérieur de Musique" ausgezeichnet wurde, sagte ihm sein Lehrer, André Navarra, etwas skeptisch voraus:
Du wirst in deinem Leben einmal zuviel Kammermusik machen”.
Als er ihn Jahre später mit dem Alban Berg Quartett hörte, erklärte er Valentin Erben – diesmal voll Bewunderung – zum "Virtuosen der Kammermusik".
Günter Pichler, Primarius des Alban Berg Quartetts, nennt ihn den "Engel des Streichquartetts".

Valentin Erben wurde 1945 in Pernitz geboren. Ab 1947 lebte seine Familie in Augsburg. Seine Mutter, Pianistin, und sein Vater, Amateurgeiger und –Cellist, luden regelmäßig Freunde zur Hausmusik ein. So kam es, dass Valentin Erben bereits sehr früh mit Musik in Berührung kam. Sein erstes „Cello“ – es war eine umgebaute Bratsche – erhielt er im Alter von vier Jahren. Nach seinen ersten Gehversuchen am Cello unter Vaters Anleitung bekam er ab dem achten Lebensjahr Unterricht bei Paul Freidel, Solocellist am Städtischen Symphonieorchester sowie Schüler von Julius Klengel.
Geprägt durch viele schöne musikalische Erfahrungen und Begegnungen – zahlreiche Konzertbesuche im Münchner Herkulessaal, darunter unvergessliche Eindrücke unter anderem von Rudolf Serkin und dem Veghquartett als auch eine Reise zu Pablo Casals in die französischen Pyreneen – führten dazu, dass bereits in sehr jungen Jahren der Wunsch bestand, Cellist zu werden.
1960 begann Valentin Erben sein Cellostudium bei Walter Reichardt an der Musikhochschule München. Im Juli 1963 machte er in Siena eine Begegnung, die für seinen weiteren Weg noch von großer Bedeutung wurde: er traf den berühmten Cellisten und Pädagogen André Navarra, sowie weitere große Cellisten wie Maurice Gendron und Paul Tortelier.
1964 absolvierte er sein Diplom in München und setzte sodann sein Studium in Wien bei Tobias Kühne, einem ehemaligen Schüler Navarras, fort. Es folgt im Februar 1965 ein Auftritt mit Schumanns Cellokonzert im großen Saal des Wiener Konzerthauses.
In der Zeit von 1965 bis 1968 erlebte Valentin Erben eine glückliche und intensive Studienzeit bei André Navarra am Conservatoire de Paris. Weiters erhielt er Kammermusikunterricht bei Jean Hubeau und Josef Calvet. Im Mai 1968 erhält er den „Premier prix“ für Cello und Kammermusik und kehrte damit zurück nach Wien. Dort kommt es im Frühjahr 1969 zur Gründung des Alban Berg Quartetts, eine schicksalshafte und erfolgreiche Vereinigung von vier Musikern, die die internationale Streichquartettszene knapp 40 Jahre hindurch prägen und beherrschen sollte.
In den Jahren 2004 bis 2007 ist Valentin Erben weiters Mitglied des Luzern Festivalorchesters unter der Leitung von Claudio Abbado. Im Juni 2013 emeritiert Valentin Erben an der Universität für Musik und Wien, an der er über 40 Jahre lang unterrichtet hat.
Valentin Erben spielt das berühmte Violoncello von Matteo Goffriller aus dem Jahr 1722 - „Ex – Pierre Fournier“ und „Ex – Yoyo Ma“ - welches ihm freundlicherweise von Merito String Instruments Trust GmbH zur Verfügung gestellt wird.
Zu einer regen Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker kommen nun auch musikalische Vorträge, Meisterkurse für Kammermusik - unter anderem in Paris bei ProQuartet-, Zusammenarbeit mit Komponisten, Sängern und Tänzern. 

Edward King

Neuseeland

Prof. Josef Schwab

Deutschland

Prof. Alexandra Guțu

Rumänien

Die rumänische Cellistin ALEXANDRA GUȚU, die in über 20 Ländern auf 4 Kontinenten gefeiert wird, begann ihre Karriere im Alter von 12 Jahren.
Sie erwarb ihr Diplom an der Musikakademie von Bukarest (Prof. Serafim Antropov). Aufgrund ihres außergewöhnlichen Talents konnte sie ihr Studium am "Conservatoire Superieur de Musique" Paris (Joseph Calvet) und an der "Mozarteum Akademie" Salzburg (Antonio Janigro) fortsetzen.
Alexandra Guțu ist Erste Preisträgerin des Internationalen Valentino Bucchi-Wettbewerbs (Rom, Italien), des "Pablo Casals"-Wettbewerbs (Budapest, Ungarn), des "Francesca Serato"-Wettbewerbs (Bologna, Italien), des "Gaspar Cassado"-Wettbewerbs (Florenz, Italien) und Finalistin beim "Tchaikovski"-Wettbewerb (Moskau, Russland) und beim "Prager Frühling" (Tschechoslowakei).
Sie trat in mehreren großen Städten und Hauptstädten in Europa, Asien, Nord- und Südamerika auf, als Solistin mit großen Orchestern und in Recitals. Sie verfügt über ein umfangreiches Konzert- und Rezitalrepertoire, das Meisterwerke und weniger bekannte Kompositionen vom frühen Barock bis zur neuesten zeitgenössischen Musik umfasst, wobei sie sich besonders für rumänische Komponisten einsetzt. Sie ist eine ideale Rezitalistin und Kammermusikinterpretin.
Die Künstlerin machte Aufnahmen und trat live in Radio- und Fernsehsendungen in Rumänien, Italien und Kanada auf und unternimmt ausgedehnte Tourneen in den USA, Japan, Brasilien, Kuba, Hawaii und verschiedenen europäischen Ländern (und gibt auch Meisterkurse im In- und Ausland).

Gavriel Lipkind

Israel

Prof. Dr. Gustavo Tavares

Brasilien/Norwegen

Der Cellist Gustavo Tavares ist Doktor der musikalischen Künste und ein vielseitiger Musiker, der sowohl mit klassischen als auch mit Jazz- und Pop-Künstlern auftritt.

Er ist in seinem Heimatland Brasilien und in einigen der berühmtesten Konzertsäle und Festivals der Welt aufgetreten. Er ist sowohl als Solist als auch als Dirigent mit vielen Orchestern aufgetreten, darunter das Orchestra d'Archi Italiana, das Orchester des Nationaltheaters in Brasília und das Johannesburg Philharmonic.

Er wurde als "einer der wichtigsten brasilianischen Namen in der klassischen Musik unserer Zeit" (Correio Braziliense, 27.3.2005) bezeichnet und gilt als Spezialist für lateinamerikanische Musik. Zusammen mit dem Klarinettisten Paquito d'Rivera und dem Pianisten Pablo Zinger gründete er 1995 das Ensemble Triangulo, das laut dem amerikanischen Kritiker C. Berg dazu beitrug, "die Grundannahmen der Kammermusik neu zu definieren". Mit diesem Ensemble hat er ein vielfältiges lateinamerikanisches Musikrepertoire einem Publikum in der ganzen Welt präsentiert, und das Ensemble hat mehrere CDs aufgenommen. Eine der Aufnahmen des Ensembles wurde 2001 für einen Grammy Award nominiert, und eine weitere wurde von der brasilianischen Zeitung "O Estado de São Paulo" als "Platte des Jahres 1997" ausgezeichnet.

Er ist auch als Arrangeur tätig und seine Werke wurden von Künstlern wie YoYo Ma und dem Buenos Aires String Quartet aufgeführt und aufgenommen. Gustavo Tavares war Schüler von Antonio Janigro an der Stuttgarter Musikhochschule, wo er 1986 mit Bestnote abschloss. Während seiner Promotion war er außerdem Assistent von Bernard Greenhouse an der Rutgers State University of New Jersey. Gustavo Tavares unterrichtet gerne, und diese Tätigkeit hat ihn in Kontakt mit talentierten jungen Musikern gebracht, nicht nur in den etablierten Konservatorien und Festivals vieler Länder, sondern auch in den armen Vierteln Afrikas und Amerikas.

Prof. Hae Guen Kang

Südkorea

Prof. Csaba Onczay

Ungarn

Csaba Onczay ist einer der führenden Cellisten seiner Generation. Er erhielt den Kossuth-Preis (1993), die höchste Auszeichnung, die in ganz Ungarn an einen Künstler vergeben wird. Seine hervorragende Interpretation von Kodálys Solosonate op.8. wurde er mit dem Liszt-Preis in Budapest ausgezeichnet, Ungarn (1976), und den Preis für verdienstvolle Künstler (1986). Außerdem wurde er mit dem renommierten Bartók-Pásztory-Preis im Jahr 2004. Im Jahr 2019 wurde er von der japanischen Regierung mit dem "Order of the Rising Sun, Gold Rays with Neck Ribbon" ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Ungarischen Akademie der Künste.
Er hat verschiedene internationale Preise gewonnen. Dazu gehören: Erster Preis beim Internationalen Pablo Casals-Wettbewerb in Budapest, Ungarn (1973); Erster Preis beim Internationalen Villa Lobos-Wettbewerb in Rio de Janeiro, Brasilien (1976).
Er ist emeritierter Professor für Cello an der Liszt-Universität für Musik in Budapest, Ungarn, wo er heute wohnt. Er war Gastprofessor an der Musikhochschule Freiburg, am Oberlin Konservatorium in Ohio. Von 2006 bis 2009 war er Gastprofessor an der Jacobs School of Musik an der Indiana University in Bloomington. Er ist regelmäßiges Mitglied des Lehrkörpers der Summer Streicherakademie an der IU Jacobs School of Music. Parallel zu seiner Interpreten-Tätigkeit seit 1978, hält er regelmäßig Meisterkurse in Ungarn, Europa, USA, Japan und Asien.
Neben zahlreichen Konzertaufnahmen für Rundfunk und Fernsehen hat er Konzerte von C.P.E. Bach, Schumann, Lalo, Villa Lobos, Dohnányi sowie alle Sonaten von Beethoven und alle Solosuiten von Bach. Er ist an der Präsentation verschiedener zeitgenössischer Musik beteiligt (Akutagawa, Gubaidulina, Dutilleux, Landowski, Lutoslawski, Penderecki); viele ungarische Komponisten (Levente Gyöngyösi, Miklós Kocsár, Kamilló Lendvay, Sándor Szokolay) haben ihre Werke ihre Werke speziell für ihn geschrieben und gewidmet.
Er tritt als Solist in einigen der renommiertesten Konzertsäle Europas, Amerikas, Koreas und Japan. Herausragende Erfolge feierte er mit zahlreichen Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem RAI Orchestra sowie vielen Orchestern in den Orchestern in den Vereinigten Staaten.
Herr Onczay gründete im Jahr 2000 ein Orchester in Florenz, Italien. Er wird als Solist und Kammermusiker und Kammermusiker zu vielen internationalen Festivals eingeladen, darunter: Pablo Casals Festival Prades; Springfestival Budapest; Beaumaris Festival Gifu; Springfestival Prag. Er ist der künstlerische Leiter der Niederstotzinger Musiktage in Deutschland und der Sommerkurse auf dem Schloss Festetics in Keszthely, Ungarn und Bergamo, Italien.
Seine Teilnahme am Wolf Trap Festival in den USA im Jahr 1984 wurde mit großer Begeisterung aufgenommen.
Musical America berichtete über ihn: "Csaba Onczay erweckte die schnell wechselnden Stimmungen der Partitur und ihre Vielfalt Farbenvielfalt der Partitur zum Leben, die vom unbezähmbaren ungarischen Tanz bis zum lyrischen Volkslied grüblerischer Melancholie."
Le Monde berichtete im August 1990 über ihn: "Noch bedeutender war der erfolgreiche Auftritt des ungarischen Cellisten Csaba Onczay, mit einer außergewöhnlichen Konzentration, verbunden mit einem Klang von "Samt" - ohne Rücksicht auf irgendwelche Effekte -... lebhaft, tief, leidenschaftlich und manchmal mit einem "geisterhaften" Charakter ... nahe an Casals, um es kurz zu sagen".

Prof. Marcin Zdunik

Polen

Marcin Zdunik ist ein polnischer Cellist, Solist und Kammermusiker. Sein Repertoire reicht von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik; er improvisiert, komponiert und spielt seine eigenen Arrangements.

Marcin Zdunik wurde zu renommierten Festivals eingeladen - dem BBC Proms Festival in London, dem Progetto Martha Argerich in Lugano und Chopin and his Europe in Warschau. Bei Solokonzerten in vielen europäischen Ländern, den USA und Korea hat Marcin Zdunik mit vielen renommierten Ensembles zusammengearbeitet, z. B. mit dem Sinfonia Varsovia Orchestra, den Warschauer Philharmonikern, dem Prager Kammerorchester, dem European Union Chamber Orchestra, der City of London Sinfonia, dem Bournemouth Symphony Orchestra sowie mit namhaften Dirigenten wie Andrey Boreyko, Antoni Wit und Tadeusz Strugała. Er steht regelmäßig mit namhaften Musikern auf der Bühne: Nelson Goerner, Gerard Causse, Krzysztof Jabłoński, Krzysztof Jakowicz, Jose Gallardo und dem Modigliani Quartet. Beim Festival Chamber Music Connects the World in Kronberg trat er mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet und Tatjana Grindenko auf.

Als Solist trat er in vielen renommierten Konzertsälen auf, darunter die Nationale Philharmonie in Warschau, das Rudolfinum in Prag, die Carnegie Hall in New York, die Cadogan Hall in London, das Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau, das Eremitage-Theater in St. Petersburg, das Konzerthaus Dortmund und die Slowakische Philharmonie in Bratislava. In der Saison 2016/17 hatte er den Titel "Artist in Residence" der Nationalen Philharmonie in Warschau inne.

Im Jahr 2007 gewann Marcin Zdunik den ersten Preis beim VI. Internationalen Lutoslawski-Wettbewerb für Cello in Warschau (Polen). Außerdem wurde er mit dem Grand Prix für eine herausragende Darbietung von Lutoslawskis Cellokonzert ausgezeichnet und erhielt neun weitere Preise. 2008 vertrat er den polnischen Rundfunk in Bratislava (Slowakei) beim Internationalen Forum junger Künstler (IFYP), das von der Europäischen Rundfunkunion organisiert wurde, und gewann dort den Titel Neues Talent 2008.

Im Jahr 2010 erhielt er den Kulturpreis des polnischen Fernsehens, den Gwarancje Kultury und den Fryderyk Music Award 2010 für das Album: Haydn, Denisov "Cello Concertos". In jüngerer Zeit nahm er das Gesamtwerk von Robert Schumann für Cello und Klavier auf (2014, mit Aleksandra Świgut), Mieczyslaw Weinbergs "Fantasia für Cello und Orchester" (2015, mit dem Sinfonia Varsovia Orchestra und Andres Mustonen) und ein Duo-Album "Bach Stories" mit Werken von Johann Sebastian Bach und Improvisationen dazu (mit Aleksander Dębicz, Warner Classics 2017). Im Jahr 2022 wurde er mit dem renommierten Fryderyk-Preis für zwei seiner neuesten CDs ausgezeichnet: Words of Mystery. Musik für Cello und Chor, aufgenommen mit dem Chor Camerata Silesia unter der Leitung von Anna Szostak, und Paweł Mykietyns Cellokonzert mit dem Symphonieorchester des Nationalen Musikforums in Wrocław unter der Leitung von Bassem Akiki. Eine weitere seiner jüngsten Aufnahmen - die gesamte Chopin-Kammermusik mit dem Pianisten Szymon Nehring und dem Bratschisten Ryszard Groblewski - wurde von den Kritikern in Europa begeistert aufgenommen.

Zdunik studierte bei renommierten Musikern - Julius Berger (Universität Augsburg) und Andrzej Bauer (F. Chopin Musikakademie in Warschau). Außerdem erwarb er an der Universität Warschau den Master-Abschluss in Musikwissenschaft. Derzeit ist er Mitglied der Instrumentalfakultät an der Musikakademie in Gdańsk (Polen) und an der Fryderyk-Chopin-Musikhochschule in Warschau (Polen). Seit April 2021 hat er den Titel eines Professors inne.

Jury Fach Kontrabass

Prof. Frithjof-Martin Grabner

Deutschland

Frithjof-Martin Grabner studierte bei Prof. Achim Beyer und Prof. Konrad Siebach Kontrabass und bei Prof. Gerhard Bosse Kammermusik in Leipzig. Er konzertierte schon als Absolvent und Preisträger internationaler Wettbewerbe in zahlreichen Sinfoniekonzerten als Solist und als Continuo-Spieler der großen Oratorien.
Grabner war als Solokontrabassist 18 Jahre an verschieden Orchestern engagiert. u.a. beim Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin und der Staatsoper "Unter den Linden” Berlin.
Als Gast spielte er beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, bei den Bamberger Symphonikern, an allen Berliner Opernhäusern, beim Deutschen Symphonie Orchester Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Münchener Kammerorchester, den Münchner Philharmonikern, den Dresdner Philharmonikern, dem mdr-Sinfonieorchester und vielen anderen.
Frithjof-Martin Grabner war und ist Mitglied renommierter Ensembles wie dem Bach-Collegium Stuttgart, dem Kammerorchester “Carl Philipp Emanuel Bach” Berlin, dem Leipziger Consort, der Berliner Bachakademie und dem Frankfurter Kammerorchester “Skyline Symphony”, der Gaechinger Cantorey Stuttgart, dem Sächsischen Barock-Orchester, dem Thüringer Bach Colegium und der Capella fidicinia.
Konzertreisen führten ihn durch viele Länder in Europa, Asien und Amerika.
Grabner lehrte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und ist seit 2001 Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Meisterkurse gab er wiederholt in Brasilien, Deutschland, Dänemark, Israel, Italien, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Tschechien und den USA sowie bei verschiedenen internationalen Musik-Festivals.
Grabner fungiert als Juror internationaler Wettbewerbe. Seit 2015 ist er Vorsitzender der Kontrabass-Jury des Internationalen Instrumentalwettbewerbs in Markneukirchen.
Frithjof-Martin Grabner ist zusammen mit dem Weimarer Prof. Erich Krüger künstlerischer Leiter des Internationalen Sommerfestivals „Johann Heinrich von Thünen“ und seit 2016 künstlerischer Leiter der Mühldorfer Sommerakademie in Oberbayern.

Prof. Miloslav Jelínek

Tschechische Republik

Miloslav Jelínek absolvierte das Konservatorium in Kroměříž (Prof. Miloslav Gajdoš) und anschließend die Janáček-Akademie für Musik und darstellende Kunst in Brünn (Prof. Jiří Bortlíček). Während seines Studiums nahm er an einer Reihe von Interpretationswettbewerben teil und gewann zahlreiche Preise. Miloslav Jelínek war 23 Jahre lang Leiter der Kontrabassgruppe im Philharmonischen Orchester Brünn. Derzeit ist er Professor an der Janáček-Akademie für Musik und darstellende Kunst in Brünn, an der Universität Ostrava, an der Musikakademie Karol Lipinski in Breslau (Polen) (2012 - 2015) und am Brünner Konservatorium.  Er ist Ehrenprofessor am Pekinger Konservatorium. 
Miloslav Jelinek ist der Gründer und Vorsitzende der Tschechischen Gesellschaft der Kontrabassisten. Er arbeitet mit vielen Kammermusikensembles zusammen (z. B. Janáček String Quartet, Brindisi String Quartet, Wallinger Quartet, RIX Quartet). Jedes Jahr im September organisiert er den Internationalen Kontrabasskongress in Brünn, Tschechische Republik. Er hat zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen gemacht und gibt zusammen mit seiner Frau Marcela Jelínková (Klavier) zahlreiche Kontrabasskonzerte in der Tschechischen Republik und im Ausland. Er tritt als Solist mit Sinfonieorchestern auf (Brünner Philharmonie, Bohuslav-Martinů-Philharmonie, Mährische Philharmonie Olomouc, Niederschlesische Philharmonie, Litauisches Kammerorchester, Südböhmische Kammerphilharmonie, Brünner Kammerorchester, Tschechische Kammersolisten und viele andere).  Außerdem ist er Leiter des Brünner Kontrabassorchesters. Miloslav Jelínek präsentiert viele zeitgenössische Werke, die für ihn geschrieben wurden. Zum Beispiel Jiří Matys, Tony Osborne, Miloš Štědroň, František Emmert, Leoš Faltus und andere.
Miloslav Jelínek gibt zahlreiche Kurse und Meisterklassen in der ganzen Welt (China, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Japan, Polen, Ungarn, Bulgarien, Russland, Lettland, Singapur, USA usw.).

Prof. Graham Mitchell

Großbritannien

Prof. Mette Hanskov

Dänemark

Prof. Marek Kalinowski

Polen

Marek Kalinowski schloss sein Studium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Krakau in der Kontrabassklasse von Prof. Czesław Ząbek ab. In den Jahren 1980-93 war er Mitglied des Polnischen Rundfunk- und Fernsehorchesters.
Marek Kalinowski war Preisträger des Nationalen Kontrabass-Wettbewerbs von Ciechańśki (1983). 1986 spielte er die Uraufführung und Aufnahme des Konzerts für Kontrabass und Orchester von Juliusz Łuciuk ein. Als Solist trat er mit der Capella Cracoviensis, dem Orchester des Polnischen Rundfunks und Fernsehens in Krakau, der Krakauer Philharmonie, der Pilgerphilharmonie Częstochowa und der Philharmonie Zielona Góra auf.
Seit 1991 ist Marek Kalinowski Leiter der Kontrabassgruppe des Krakauer Philharmonischen Orchesters. Im Jahr 2013 nahm er an der Aufnahme des Stücks Spełnienie von Juliusz Łuciuk für Violine, Cello und Kontrabass teil, das auf dem Album Omaggio a L'Aquila - Spełnienie des Verlags Acte Préalable enthalten ist. Als Kammermusiker trat er bei Konzerten der Krakauer Philharmonie sowie beim Krakauer Komponistenfestival und dem Krakauer Cello-Frühling auf.
Seit 1995 unterrichtet er an der Krzysztof-Penderecki-Musikakademie in Krakau. Im Jahr 2018 wurde ihm der Titel eines Professors verliehen. 2015 war er Juror des 50. Internationalen Kontrabass-Wettbewerbs in Markneukirchen.

Prof. Alexandra Scott

Großbritannien

Prof. Petru Iuga

Rumänien

Der rumänische Kontrabassist Petru Iuga zählt zu den erfolgreichsten klassischen Musikern seiner Generation. Während seiner musikalischen Ausbildung in seinem Heimatland wurde der 20jährige Student von Yehudi Menuhin und Alberto Lysy in Bukarest für die International Menuhin Music Academy in Gstaad (Schweiz) entdeckt. Nach Fortetzung seines Studiums an der Hochschule der Künste Bern und dem Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris wurde er Mitglied des Ensemble Orchestral de Paris (Orchestre de Chambre de Paris ) und erster Kontrabassist im Münchener Kammerorchester. Petru Iuga hat zahlreiche Preise in bedeutenden Kontrabass-Wettbewerben gewonnen, darunter 1999 den Ersten Preis des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen und 2001 denjenigen des International Double Bass Festival in Capbreton (Frankreich). Seitdem verfolgt er eine weltweite Konzerttätigkeit und gastierte als Solist bei führenden europäischen Orchestern, darunter dem London Symphony Orchestra. Petru Iuga ist Professor für Kontrabass an der Musikhochschule Mannheim. Mit regelmäßigen Meisterkurse in aller Welt entdeckt und fördert er zahlreiche junge Kontrabass-Talente. Allein in den vergangenen Jahren gab er Meisterkurse in Russland, Italien, Portugal, Israel, Japan, Uruguay, China und Kanada, wo er von 2017 bis 2019 als Gastprofessor der renommierten Orford Masterclasses wirkte. Als Kammermusiker hat er mehrere CDs aufgenommen und konzertiert regelmäßig zusammen mit berühmten Musikerkollegen. 2009 nahm er eine CD mit dem Carmina Quartet auf. – Seine Erfindung ErgoBass, eine Kniestütze für Kontrabassisten, die eine ergonomische und gesündere Spielposition ermöglicht, wird weltweit von Musikern benutzt. 

Prof. Dorin Marc

Rumänien

Dorin Marc ist Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik Nürnberg.
Sein Kontrabassstudium absolvierte er in seinem Heimatland Rumänien an der Universität für Musik Bukarest bei Prof. Ion Cheptea.
Neben seinem ersten Engagement bei der Philharmonie „Transylvania“ Klausenburg war er Solokontrabassist im Orchestra Internationale d´Italia. Von 1992-2003 war er Solokontrabassist der Münchner Philharmoniker und ab 1998 gleichzeitig Dozent an der Hochschule für Musik Nürnberg. Im Jahr 2003 erhielt Dorin Marc den Ruf als Professor an der Hochschule für Musik Nürnberg.
Sowohl in seinem Heimatland als auch international wurde Dorin Marc mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 1979 der Spezialpreis der Jury und 1985 der zweite Preis beim ARDWettbewerb in München, 1979 der dritte Preis und 1981 der erste Preis beim International Kontrabasswettbewerb Markneukirchen, 1983 die Silbermedaille und den „Fr. Liebstoeckl“-Preis beim Genfer Musikwettbewerb sowie 1991 der erste Preis beim Wettbewerb der International Society of Bassists in Mittenwald.
Dorin Marc konzertierte in ganz Europa und gab zahlreiche Meisterkurse.
Seine Studenten sind Preisträger internationale Kontrabass-Wettbewerbe wie ARD- Wettbewerb München, Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen, J.M. Sperger-Wettbewerb und internationaler Wettbewerb Brünn (Tschechische Republik).
Viele Studenten erhielten Solopositionen in renommierten Orchestern.

Prof. Dan Styffe

Schweden

Der in Schweden geborene Dan Styffe hat die meiste Zeit seiner beruflichen Laufbahn in Norwegen verbracht. Nach Studien bei Göran Nyberg, Knut Guettler und Gary Karr (1981-82 arbeitete er auch als Assistent von Karr) gab er 1985 sein Solodebüt in Oslo und ist seither als Solist und Kammermusiker sehr aktiv. Er tritt regelmäßig bei internationalen Kammermusikfestivals und als Solist auf.  Er nimmt auch an vielen internationalen Kontrabass-Kongressen in der ganzen Welt teil, wie z. B. in Paris, Berlin, Wroclaw, Penn State, Odense, San Fransisco, Brno, Kopenhagen, Island, Rochester, Prag, London, Ithaca und Lucca. Er war auch Jurymitglied bei internationalen Basswettbewerben, z. B. ISB, BassEurope, Markneukirchen und Sperger.
Styffe hat sieben von der Kritik hochgelobte Solo-CDs bei SIMAX Classics aufgenommen. Kürzlich nahm er mit der Geigerin Dora Schwarzberg und Øystein Birkeland eine CD für ContraClassics und eine CD mit Musik des französischen Komponisten Bernard Salles für das Label Fabra auf. Styffe hat auch für das englische Label Prima Facie aufgenommen. Neue Aufnahmen sind in Planung.
Er hat viele neue Stücke in Auftrag gegeben und arbeitet regelmäßig mit vielen Komponisten zusammen, z. B. Rolf Martinsson, Fredrik Högberg, Teppo Hauta-aho, Bernard Salles, Paul Ramsier, Rune Rebne, Henrik Hellstenius, Jon Øyvind Ness, Gisle Kverndokk, John Persen, Asbjørn Schaatun, Terje Viken, Ruben Sverre Gjesrtsen und Christian Lindberg, Marcus Paus und Laurence Crane.
Ein neues Konzert des Schweden Christian Lindberg wurde im Februar 2018 mit dem Beethoven Orchester in Bonn uraufgeführt.
Im April 2011 hat Styffe Rolf Martinssons Konzert Nr. 1 mit dem Oslo Philharmonic/ Saraste uraufgeführt und auf CD aufgenommen, und im selben Jahr nahm er Fredrik Högbergs Konzert "Hitting the First Bass" mit dem Tromsø Chamber Orchestra / Holthe auf. Styffe spielte die Weltpremiere dieses Konzerts mit dem Norwegischen Kammerorchester unter der Leitung von Isabelle van Keulen.
Nach seinem Studium erhielt Styffe eine Stelle als Solobassist im Orchester der Norwegischen Oper und später als Solobassist im Norwegischen Kammerorchester (unter der Leitung von Iona Brown). Jetzt ist er stellvertretender Chefbassist der Osloer Philharmoniker (unter Mariss Jansons, André Previn, Jukka Pekka Saraste, . Vasily Petrenko und Klaus Mäkelä).
Styffe war Mitglied des Kammerensembles Borealis.
Styffe arbeitet mit vielen internationalen Musikern zusammen, die engsten Partner sind bisher die Bratschistin Catherine Bullock, die Pianisten Gonzalo Moreno und Ingrid Andsnes sowie der Cellist Øystein Birkeland.  Ende 2011 nahm er Duos mit dem Geiger Peter Herresthal auf.
Styffe arbeitet als Professor für Kontrabass an der Norwegischen Musikakademie und am Barratt Due's Institute of Music in Oslo.
Dan Styffe spielt einen Gasparo da Saló-Kontrabass, der um 1580 in Brescia, Italien, hergestellt wurde. Dieses Instrument befindet sich im Besitz der Stiftung Dextra Musica/ Sparebankstiftelsen DnB NOR.

Offizielle Korrepetitorinnen Fach Violoncello

Herr Andreas Hecker (Deutschland)
Frau Yukie Takai (Japan)
N.N.

Offizielle Korrepetitorinnen Fach Kontrabass

Frau Tomoko Takahashi (Japan)
Frau Zsuzsa Bàlint (Ungarn)
Frau Anja Kleinmichel (Deutschland)