156 Teilnehmer aus 31 Ländern zum Wettbewerb 2024 zugelassen

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(cs) Für den 59. Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen in den Fächern Oboe und Posaune haben sich 156 junge Musikerinnen und Musiker aus 31 Ländern von 4 Kontinenten beworben. Damit hat der diesjährige Wettbewerb das zweitbeste Meldeergebnis für diese Fächer erreicht. Auf das Fach Oboe entfielen 88 Anmeldungen aus 25 Ländern. Im Fach Posaune bewarben sich 68 Teilnehmer aus 24 Ländern.

Die Hürden für eine Teilnahme waren in diesem Jahr höher als in der Vergangenheit, denn erstmals in diesen Fächern mussten alle Bewerber gemeinsam mit ihren Anmeldeunterlagen auch Audio-Aufnahmen für eine Vorauswahlrunde einreichen. Zudem müssen sich die Kandidaten beider Fächer mit zwei vollkommen neuen Werken beschäftigen, die als Auftragskompositionen erst im Herbst 2023 veröffentlicht wurden, entstanden nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Firma Buffet Crampon.

Besonders stark vertreten sind 2024 junge Musiker aus Deutschland (29), gefolgt von China (17), Portugal und Südkorea (je 14) sowie Spanien (11). Neu im Länderspiegel der beiden Fächer sind u.a. Anmeldungen aus Ecuador und dem Iran.

Alle Bewerber konnten direkt zum Wettbewerb zugelassen werden und bereiten sich nun auf drei anspruchsvolle Runden sowie die Finalrunde mit Orchester in der Musikstadt Markneukirchen vor. Vom 2. bis 11. Mai 2024 werden die junge Musikerinnen und Musiker beider Fächer im Alter zwischen 14 und 29 Jahren ihr herausragendes Können zeigen und sich der Bewertung durch namhafte Juroren aus dem In- und Ausland stellen.

In diesem Jahr wird die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Yvonne Magwas, die Schirmherrschaft über den traditionsreichen Musikwettbewerb in der Stadt der Musikinstrumentenbauer übernehmen. Sie übt dieses Amt gemeinsam mit dem weltbekannten Dirigenten Christian Thielemann aus. Die Präsidentschaft liegt in den Händen von Prof. Christian Lampert. Unter seiner Leitung werden die beiden Fachjuryvorsitzenden Prof. Kai Frömbgen – Oboe (Deutschland) und Prof. Henning Wiegräbe – Posaune (Deutschland) gemeinsam mit international anerkannten Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen in den beiden Fachjurys wirken. Dazu gehören im Bereich Oboe Prof. Jean-Louis Capezzali (Frankreich), Prof. Ralph van Daal (Niederlande), Herr Ricardo Santos Lopes (Portugal), Prof. Christian Schmitt (Frankreich), Prof. Christian Wetzel (Deutschland) und Prof. Viola Wilmsen (Deutschland).

Im Fach Posaune gehören der Jury an: Prof. Matthias Gromer (Deutschland), Prof. Fabrice Millischer (Frankreich), Prof. Louise Pollock (Schweiz), Prof. Ingemar Roos (Schweden), Prof. Oliver Siefert (Deutschland) und Herr Koichiro Yamamoto (Japan).

 

Insgesamt werden den Bestplatzierten Preisgelder in Höhe von 31.000 Euro in Aussicht gestellt. Sie werden gestiftet von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Volksbank Vogtland, der Buffet Crampon Deutschland GmbH mit den Oboen Marken Buffet Crampon und Rigoutat sowie den Posaunenmarken B&S und Antoine Courtois, der Firma Instrumentenbau Jürgen Voigt, der Merkur Privatbank sowie dem Verein Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen. Darüber hinaus wird die jeweils beste Interpretation des Auftragswerkes mit einer Einladung zu den Firmenstandorten der Firma Buffet Crampon in München bzw. Paris belohnt. Die Preisträger erwarten neben den Geldpreisen auch Konzertengagements z.B. mit der Chursächsischen Philharmonie sowie weitere hochwertige Sachpreise wie Gutschriften auf Instrumente aus der Oboen-Fertigung der Firma Gebr. Mönnig sowie für Produkte aus der Fertigung der Firma Instrumentenbau Jürgen Voigt. Doch nicht nur die Mitglieder der Jury werden Preise vergeben, auch die Gäste der Finalrunden sind wieder eingeladen, über den Publikumspreis der Sparkasse Vogtland – ein Produkt aus der Herstellung eines vogtländischen Instrumentenmacher-Meisters – zu entscheiden. Unterstützt wird der Wettbewerb darüber hinaus durch weitere Institutionen und Unternehmen der Region, den Kulturraum Vogtland-Zwickau, die Stadt Markneukirchen, den Vogtlandkreis, die Sparkasse Vogtland und die Stiftung der Sparkasse Vogtland.

Neben den vier Wettbewerbsrunden in beiden Fächern, die allen Interessierten offenstehen, können die Besucher abwechslungsreiche Rahmenveranstaltungen erleben. Eröffnet wird der Wettbewerb mit einem Konzert des Sinfonieorchesters Markneukirchen gemeinsam mit dem Grenland Symfoniorkester (Norwegen) am Freitag, den 3. Mai 2024. Auf dem Programm stehen die English Folk Song Suite von Ralph Vaughan Williams, die Sinfonie Nr. 1 D-Dur, op. 4 von Johan Svendsen sowie ein Solokonzert mit einem Preisträger des Wettbewerbes früherer Jahre

Das Blasorchester Markneukirchen, ebenfalls ein Laienorchester mit zahlreichen Musikinstrumentenbauern in seinen Reihen, gibt am darauffolgenden Dienstag, den 7. Mai 2024 sein traditionelles Konzert im Wettbewerbsrahmen. Während der Wettbewerbstage wird es in den Instrumentenbau-Werkstätten, bei Ausstellungen und Veranstaltungen des Musikinstrumenten-Museums und der Innung des Vogtländischen Musikinstrumentenhandwerks auch die Möglichkeit geben, den Instrumentenbauern über die Schulter zu schauen und Vorträge zu hören. Dabei wird die rund 350-jährige Handwerkstradition, die 2014 in die Liste des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen wurde, für jedermann greifbar. Glanzvoller Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbes wird auch 2024 wieder das Preisträgerkonzert mit den Bestplatzierten des Wettbewerbes in den Fächern Oboe und Posaune am Samstag, dem 11. Mai 2024, 19.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen sein. Die beiden Bestplatzierten werden mit dem Konzert D-Dur für Oboe und kleines Orchester von Richard Strauss sowie Eugen Reiches Konzert Nr. 2 A-Dur für Posaune und Orchester zu erleben sein. Beide Werke stehen auch in den Finalrunden am 9. Mai (Posaune) und am 10. Mai (Oboe) auf dem Programm. Die Begleitung wird von der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter der Leitung von Dorian Keilhack übernommen. Die weiteren Preisträger stellen im Preisträgerkonzert ihr Können noch einmal mit den herausragendsten Interpretationen aus ihrem Wettbewerbsprogramm unter Beweis.